Grundlagen |
|
|
Bäume, die zur gleichen Zeit in der gleichen Region gewachsen sind, zeigen die gleiche Abfolge von breiten und schmalen Jahrringen. Jahrringabfolgen von Hölzern, deren Wachstumszeitraum sich überschneiden, können deshalb zu Jahrringkalendern zusammengefügt werden. Anhand dieser können historische Holzproben jahrgenau datiert werden. |
Anwendungsgebiete |
|
|
Datierung von Bauwerken, wie z.B. Fachwerkhäusern, Kirchen und Brücken, von archäologischen Funden, wie z.B. Brunnenverschalungen, Särgen und Bohlenwegen, und von Kunstobjekten, wie z.B. Möbeln, Bildtafeln und Musikinstrumenten. |
Probengewinnung |
|
|
Bei Bauwerken werden aus den Balken Bohrkerne mit einem Hohlbohrer entnommen. Von archäologischen Proben oder ausgebauten Fachwerkbalken werden in der Regel ganze Abschnitte bearbeitet. Bei Kunstobjekten erfolgt die Auswertung anhand von Detail-Fotografien. |
Bearbeitung |
|
|
Bohrkerne und Abschnitte werden mit einer Spezialklinge geglättet. |
Optische Auswertung |
|
|
Mit Hilfe eines Stereo-Auflichtmikroskops und eines beweglichen Messtischs werden die Jahrringbreiten mit einer Genauigkeit von einem Hundertstel Millimeter ausgemessen. Die Daten werden direkt in den Computer übertragen und gespeichert. |
Computeranalyse |
|
|
Die Jahrringdaten werden als grafische Kurve dargestellt und mit den vorhandenen Jahrringkalendern synchronisiert. Ist auf der Holzprobe der letzte Jahrring vor der Rinde noch vorhanden, entspricht die Position des letzten Messwerts dem Fälldatum des Baums. |
Wissenschaftliches Gutachten |
|
|
Der Auftraggeber erhält eine Liste aller relevanten Ergebnisse (Holzart, Wachstumszeitraum, Fälldatum) samt einer ausführlichen Interpretation. Die Holzproben werden archiviert oder auf Wunsch zurückgegeben. |
|
Jahrringlabor |








