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Christian Wagner und die Lahrensmühle

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Obwohl Christian Wagner in der Zeit der Wankmüllers zur Mühle kam, taucht in seinen Schriften auch der Name "Lahrensmühle" auf, wie im nachfolgenden Text wiedergegeben.


Aus meinem Leben

(Warmbronner Schriften 3)

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Auch an die Lahrensmühle, worin wir unser Getreide mahlen ließen, hefteten sich für mich angenehme Erinnerungen, denen ich gleichfalls mehrfach Erwähnung getan habe, so z.B. auf den Seiten 22, 124, 125, 126 des 1. Teils.

(...) Da nämlich meine Eltern arme Leute waren, so blieb das "in die Mühle gehen" wie begreiflich an mir hängen. Der Müllerknecht holte die Säcke und bestellte hierbei den Kunden auf die und die Stunde, meist auf frühmorgens. So kam es, dass ich noch bei völliger Nacht durch Eltingen kam. Ich hatte nämlich eine Stunde Wegs dorthin. Da war nun schon in jeder Scheuer und in jeder Stube Licht, und unwillkürlich musste ich denken, dass, wenn Frühaufstehen reich machen würde, es diese Leute längst sein müssten. Das war nun gar nicht der Fall, aber dumm, recht dumm waren sie geworden von ihrem vielen Arbeiten und Frühaufstehen. In der Mühle waren zwei erwachsene Söhne, die das Mahlen besorgten, desgleichen drei hübsche schwarzbraune Mädchen. Den alten Müller habe ich nie anders gesehen als im Lehnstuhl sitzend, hustend und über seine etwas eitlen und flatterhaften Töchter knurrend und brummend. Doch war ich immer froh, wenn das Mahlen vorüber und ich heim durfte. Es mochte dann Tag oder Nacht sein. (...)



In Christian Wagners Gedicht anlässlich der Jahrhundertwende finden wir hingegen die seinerzeit gebräuchlichere Bezeichnung "Veitenmühle".


Veitenmühle (bei Leonberg)

aus "Späte Garben"

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Nach der Mühle hingefahren war ich, nach des Glemsbachs Tale,
Wo genau vor zwanzig Jahren einst ich war zum letzten Male.
Noch wie damals. - Wär´s zu glauben, dass, wie Erlen und wie Felben,
Auch die Schwalben und die Tauben, und die Menschen noch dieselben?
Auf der Hausflur freiem Platze, vor der Küche leises Mauen;
Ei, noch lebt die weisse Katze, noch das Paar der alten, grauen!
Links dem blauen Fuhrmannshemde eine Tafel, die beschrieben,
Auf der Bank der Knecht, der fremde, damals über Nacht geblieben.
Grüsse Gott euch, holde Schwestern, längst erblüht zu schönen Weibern,
Hat das Neujahrhundert* gestern nichts getan euch schlanken Leibern?
Nichts getan euch, Nelkenstöcken? Nichts getan der kleinen Mühle?
Nichts getan der stillen Ecke, fernab von der Welt Gewühle?

*Mein Besuch vom 3. Januar 1900



Das Glemstal war Christian Wagner besonders ans Herz gewachsen, er hat ihm ein eigenes Gedicht gewidmet.


Im Glemstal bei Leonberg

aus "Aus der Heimat"

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Wo des Glemsbachs klare Wasser rieseln,
Auf Geröllen, blanken Uferkieseln,

Ab der Landstadt drei der Ackerlängen,
Glänzt heraus es von den Uferhängen.

Hieher, hieher ging ich heut' zu minnen
Bei den schlanken Wiesenköniginnen, *)

Um entfernt von jedem Alltagsleben
Mich in ihren Honigbann zu geben,

Mich in ihrem Leuchtglanz zu verlieren;
Mein Gewand mit einem Strauss zu zieren,

Um sodann auf stillem Wiesenpfade
Heimzutragen meine Pilgergnade.

*) Wiesenkönigin, Spiraea ulmaria



Ohne dass die Mühle mit Namen angesprochen wird, erscheint das folgende Werk vom Glemstal und der Lahrensmühle inspiriert.


aus "Sonntagsgänge I"

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Der Weg führt bergab und wird zum Wiesenpfade. Zahllose Blumen flehen mich an, sie nicht zu zertreten. Sie sprechen mit dem Braminen:

Wandrer, stehe! Kennt dein harter Sinn
Kein Erbarmen mit den holden Kleinen?
Blicke tiefer in ihr Auge hin,
und die ihren blicken in die deinen.

Und ist nicht dein Fuss wie festgebannt,
Wenn sie bittend ihre Häupter regen?
Wandrer stehe! Dies ist heilges Land!
Wandrer kehre! Geh auf andern Wegen!

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Aber sieh doch die sieben Schwesternblumen, die sich über den Mühlbach hineinneigen und beschauen wie kokette Mädchen vor ihrem Spiegel! Mit grünen Sonnenschirmen und gelben italienischen Strohhüten. Die Schmalzblumen *) meine ich, die eitlen Müllerstöchter:

Der alte Müller im Weidenthal,
Ueber den Hügeln da drüben,
Hatte gewisslich nur schlechte Wahl
Unter den Töchtern, den sieben.
Alle wohl sind sie von einem Schlag,
Schwatzhaft und lüstern und eitel;
Standen vorm Spiegel den ganzen Tag
und kämmten an ihrer Scheitel.

*) Caltha palastris

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Der Alte hatte so vollauf zu thun
In Scheuer und Mühle und Keller,
Durfte nicht rasten und durfte nicht ruhn,
Für Krüge sorgen und Teller.
Da wurde er einesmal zornig dabei,
Nahm aus der Mühle den Hammer
Und schlug ihnen den Spiegel entzwei
Da droben in ihrer Kammer.

Die Mädchen mochten untröstlich sein
Und wollten vor Leid fast sterben,
Doch endlich schickten sie sich darein
Und theilten die Spiegelscherben;
Jammernd klagte der Alte den Trug:
O wär er doch ganz geblieben!
Hatten an einem übergenug,
Nun haben sie deren sieben!

Einst ging der Alte des Morgens früh
Hinauf in die obere Stube,
Suchte zusammen die Scherben hie
Und warf sie zusammt in die Grube;
Lächelte stille und sprach bei sich:
Wartet nur, wartet nur, Affen!
Suchet die Scherben nur ewiglich,
Will Euch verteiben das Gaffen!

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Nun hatte der Mühlbach still ein klar
Und spiegelhelles Gewässer,
Das nahmen die Mädchen alsbald wahr:
Ein Spiegel spiegle nicht besser;
Den gelben Strohhut mit breitem Rand,
Der Mai flog über die Hügel,
Grünseidene Schirmlein in der Hand,
So standen sie vor dem Spiegel.

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Standen so lange, beschauten sich
Wieder von oben bis unten;
Der Müller blickte so ärgerlich
Aus seiner Mühle da drunten;
Immer und immer sah er hinan,
Als wie im Selbervergessen,
Da fasst ihn plötzlich des Mühlrads Zahn,
Um ihn zusammenzupressen.

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Und gehest du wandern am Mühlenhang,
Siehst du die Töchter, die schlauen,
Auch heute wie einstens stundenlang
Sich vor dem Spiegel beschauen.
Am gelben Strohhut erkennst du sie leicht
Die Müllerstöchter vor andern,
Auch an den Schirmlein so mühlenfeucht
Vor denen, die thalwärts wandern.



Des Dichters Pfade lassen sich noch erkennen

von Sybille Schurr (Leonberger Kreiszeitung 19.05.2008)

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"Christian Wagner – Ein Dichter und seine Landschaft": von der Lahrensmühle nach Warmbronn

Leonberg. Er ist noch da, der Mühlbach. Lange suchen muss man indes die "Siebenschwesterblumen", die sich im Wasser spiegeln. Die "Schmalzblume" ist selten geworden, und verändert hat sich auch das Glemstal, das der Dichter Christian Wagner beschrieben hat.

Auf den Spuren des Warmbronner Dichters durchstreift ein knappes Dutzend Wanderfreunde des Schwarzwaldvereins am Samstag eine Landschaft, in der sich trotz allen Wandels etwas von dem findet, wie es Christian Wagner erlebt hat. Die Mahlstube der Lahrensmühle ist Ausgangspunkt. Von draussen schimmert das maiengrüne Laub in die Mahlstube, der Bauerngarten steht in voller Blüte, es regnet weisse Kastanienblütenblätter. Leicht vorstellbar, dass Wagner im Schatten des grossen Baums sass.

Das ist nicht überliefert, aber eine andere Geschichte weiss Karl Kollmann, Vorsitzender der Christian-Wagner-Gesellschaft: Der Dichter wartete, bis sein Getreide gemahlen wurde und fragte nach etwas zum Lesen. Höchst erfreut kam die Müllerin mit einer Schüssel voller Linsen, die sie ihm "zum Lesen" hinstellte. Kollmann und Harald Hepfer entwerfen das Bild des eigenbrötlerischen Bauern, der im Vorwort der Sonntagsgänge 1886 geschrieben hat: "Wie ich dazu komme, als einfacher Landmann Gedichte zu schreiben, fragen mich die Leute. Ich weiss es selbst nicht, oder richtiger gesagt: Weil ich muss. Jede Blume erzählt mir ihre Geschichte und vollends, wenn ich durch den Wald gehe."

Auf diese Wege begeben sich auch die Wanderer. Wandern öffnet die Augen, macht offen für neue Erfahrungen. Das will Silvia Meyer-Staufenbiel weitergeben. Auf den Spuren des Warmbronner Dichters wandert sie schon lange. "Unendlich vieles habe ich dabei entdeckt", erzählt sie. Es geht die Glems entlang, dann hinauf zur Feinau. Das Gespräch dreht sich um einen Aussenseiter in einer engen bäuerlichen Welt: Christian Wagner gibt den Literaturwissenschaftlern bis heute Rätsel auf. In seiner kargen Stube sitzend hat er eine hellseherische Naturphilosophie niedergeschrieben. Er hat sich von seiner Fantasie in ferne Galaxien tragen lassen und hat die 18 Kilometer nach Stuttgart zu Fuss zurückgelegt, wenn er ein Buch aus der Landesbibliothek brauchte. Alles, was ihn daheim zum Aussenseiter machte, fand Anerkennung in der Ferne. Er hatte viele Förderer. Und so manches Gedicht wurde erstmals in den Blättern des Schwäbischen Albvereins und des Schwarzwaldvereins veröffentlicht.

Schweisstreibend ist der Aufstieg durch den Hohlweg hinauf auf die Steige. Dort oben endet der Christian-Wagner-Dichterpfad. Elf Stationen führen den Wanderer auf Pfaden, die der Dichter ging auf seinen Sonntagsgängen. An jeder Station ein Markstein mit einem Gedicht. "Ich erzähle von Schwabens heimathlicher Flur und seinen Blumen. Nicht von ihrer botanischen Stellung, anatomischen Zusammensetzung, Staubfädenzahlen, Blätterformen, Nutzen oder Schaden derselben u.dgl., denn das ist schon längst und schon oft geschehen; nein, ich erzähle von ihrem ich möchte sagen "Seelenleben", hat Wagner selbst erklärt, der fest daran glaubte: "Der Mensch wird gebessert durch Freude."

Der Blick der Wanderer verändert sich von Markstein zu Markstein. Die Blütenwiesen werden Gesprächsthema. Was blüht da so gelb? Gibt es noch den Seidelbast, von dem Wagner schreibt? Der Dichterpfad führt rund um Warmbronn, gibt immer wieder den Blick frei auf das Dorf, das sich in der Senke duckt. Fast ist die Zeit stehengeblieben.



Das folgende Gedicht führt uns weiter zum Naturdenkmal "Hauerloch" im Höfinger Tal.


Der Zwerg in der Mühlstube. *)

aus "Aus der Heimat"

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Die Nacht ist kalt, doch in der Stube drinnen
Rings um den Ofen ist's so warm und licht,
Der Müller schläft und seine Töchter spinnen,
Drei Mädchen schlank mit freundlichem Gesicht.

Was klopft am Laden? Horch! Was trippelt aussen?
Geh, Dorchen, geh, und lass ihn flink herein!
Sei artig Kind! Der Zwerg steht wieder draussen,
Er bringt dir Gold, Granaten, Edelstein!

"Oh Mutter still! Mir grauet vor dem Zwerge!
Er ist zwar reich, doch aber auch so alt
Wie seine Höhle drüben in dem Berge;
Ich mag ihn nicht die hässliche Gestalt!"–

Doch weisst du, Kind, wann du nicht erraten,
Was er dir aufgab jüngst, du sein dann bist?
Er freut sich dess, neckt dich, klopft an den Laden!
"Gelt, wenn du wüsstest wie mein Name ist?"

Und draussen lärmt's und tanzt und singt es leise:
"Hei wenn mein Schätzle wüssste, – wüsste – dass –
Hei, wenn es wüsste – dass – ich – Erdmann heisse;
Wie würd' es lachen! – Hei das wär ein Spass!"

Und huscht hinein und schnell an ihre Seite,
Packt Gold, Granaten, Edelsteine aus,
Ist reich, so reich in seiner Freude heute,
Und fordert scherzend den Verlobungsschmaus.

"Was du mir aufgabst jüngst, hab ich erraten,
und Erdmanns Weibchen werd' ich niemals sein!" –
Da weint der Zwerg: "Ich hab mich selbst verraten,
Behüt' dich Gott, mein liebes Mägdelein!" –

Und in der Frene hört man leise Klage,
Jetzt mauert er der Höhle Eingang zu,
verschliesst sich drin, und lebt noch heutzutage
im Schooss des Bergs in ungestörter Ruh'. –


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*) Sage vom Hauerloch. Glemstal bei Leonberg.

Im Heimatbuch für den Bezirk Leonberg, herausgegeben 1924 von Oberlehrer J. Binder im Verlag August Reichert, Leonberg, finden wir diese Sage wie folgt:

In der Muschelkalkwand rechts des Glemstals zwischen Leonberg und Höfingen ist das Hauerloch. Am Fuss der Felswand liegt die Felsenmühle. Einmal wurde die Mühle feil. Zu der Zeit lebte in Höfingen ein Brautpaar. Das hätte sie gerne gekauft, aber sie hatten das Geld nicht. Im Hauerloch aber hauste ein Zwerg. Der war sehr reich. Zu dem gingen sie. Er sprach: das Geld sollt ihr haben, aber eure erstgeborene Tochter soll meine Frau werden. Wenn sie 20 Jahre alt ist, soll die Hochzeit sein. Aber meinen Namen sollt ihr nicht erfahren, sonst komm ich nicht mehr aus der Höhle. Sie versprachens's, erhielten das Geld und kauften die Mühle. Drei Töchter wurden ihnen geboren. Die älteste und schönste hiess Dorchen. Winters spann die Mutter mit ihnen. Der Zwerg kam oft und schenkte seiner Braut allerlei Geschmeide. Die Zeit kam, wo sie ins 20. Jahr ging. Sie fürchtete sich aber vor ihm, und wenn er zutraulich werden wollte, floh sie in die Kammer. Die Hochzeit nahte. Oft fragte sie ihn: Wie heisst du. Er sagte es nicht. Einmal liess sie ihn lange warten. Da hörte sie ihn flüstern: Wenn meine Braut wüsste, dass ich Erdmann heisse! Als er hereinkam, sprach sie: Du heisst Erdmann. Er antwortete: Du hast mich ausgehorcht. Jetzt muss ich wieder 500 Jahre in die Unterwelt. Er ging fort und verschloss den Eingang der Höhle mitsamt den Schätzen. Viele Jahre nachher kamen Höfinger und wollten den Schatz heben. Das musste in den zwölf Monatsnächten geschehen (Weihnachten bis Erscheinungsfest). Aber sie wussten den Zauberspruch nicht recht. Da fuhr ihnen das Feuer an der Nase hinauf. Sie rannten eilig nach Hause.

Mündlich: Georg Schäuffele und Christiane Schmid, geb. Prophet.



Für das folgende Gedicht, das ebenfalls auf einer alten Sage basiert,  bedarf es etwas Hintergrundinformation:

Mit dem Recht eines Grundherren auf Betreiben einer Mühle war bereits im 12. Jahrhundert der Mühlenzwang oder Mühlenbann verbunden. Einer Mühle wurde ein bestimmtes Gebiet zugeordnet, dessen Bauern nur in der für sie zugewiesenen Mühle Getreide mahlen lassen durften.

Müller besassen für die damalige Zeit mit der Mühle eine hoch technisierte Einrichtung. Sie mussten über erhebliches handwerkliches Geschick verfügen, um ihren Betrieb am Laufen zu halten. Es muss wohl auch "besonders Einfallsreiche" unter den Müllern gegeben haben, die ihre Fähigkeiten zu Ungunsten ihrer Mahlkunden zu nutzen wussten.


In der Bannmühle

aus "Aus der Heimat"

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Die Klettenmühle am Bruckenbach
Lag sommerüber oft länger brach.
Warum wohl? Kletten, Besen,
Kobolde trieben ihr Wesen

So unten, unten am Spreuergang,
Da war ein heimlicher Körnerfang;
Das Bäuerlein fragte beim Sieben:
Wo ist das Korn doch geblieben?

"Die Schwindelkerne, die nimmt der Wind,
Das muss doch begreifen jedes Kind;
Dem Bäuerlein dort im Schopfe
Muss rappeln in seinem Kopfe."

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Die Menschheit kranket an Aberwitz;
Da kam so neulich der Zielerfritz
Und suchte nach seinem Dinkel;
Ein Besen traf ihn vom Winkel.

Der Müllerzwerg tobet oft greulich
Bei Vollmond. Ich selber neulich
Musst' springen zum Bader: "Stopfe,
Ich hab ein Loch im Kopfe!"

Der Hofmagd drüben, der Barbara,
So nächtlich heimlich ein Leid's geschah;
Hart Wasser, Stein in den Töpfen,
Man siehts an den grossen Kröpfen!

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O Müllervetter! O Michael!
Was bringst du so wenig und graues Mehl?
"Das kommet vom Saatenbeizen,
Das rühret vom Wachtelweizen.

Und über dem allem: "Der Segen fehlt,
Der Kernen nimmer wie einst sich mehlt:
Nur Kleie sich häuft im Kasten,
Seit eingeführt sie die Fasten!"

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Der Meiervetter vom Heimerfeld
ein Rösslein hatte hier eingestellt;
Im Stall trieb um sich ein Gauner,
Das Füchslein wurde ein Brauner.

Nun hätt' ich dich endlich auf rechtem Trieb,
Durch alle Märkte da ruf' ich: Dieb!
Die Spatzen mir nach von Dächern,
Die Bauern vom frohen Bechern!

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Doch lachend sprach also der Müllersmann:
"Nicht einer die Mühle mir meiden kann,
Kein Weiser, sowie kein Tauber
Mag stehen dem Mühlenzauber!

Du, Klettenwappen auf Tor und First,
So Reiche wie Arme mir bannen wirst!
Was sie auch treiben und sinnen,
Sie können mir nicht entrinnen!"