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Mühlen an der Glems

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Die Gadnersche Karte von 1590 beweist, dass die Mühlen über eine lange Epoche im Einsatz waren.

Auf dem nebenstehenden Ausschnitt sind entlang des Gewässerverlaufs sieben Mühlen zu erkennen:

Klitzlenmül

Neumül, die heutige Lahrensmühle

Schweitzermül

Clasenmül

Gässlensmül

Walkmül

Schefmül

Begleiten Sie uns auf einer Spurensuche nach den Überresten aus der Vergangenheit.


Mühlen waren bis zu dieser Zeit Einrichtungen, die am ehesten mit den Industriebetrieben heutiger Zeit gleichzusetzen sind. Dementsprechend stolz präsentierten sich auch die Müller des Bezirks Leonberg anlässlich einer Versammlung 1924.


Blick vom Rappenberg: Die Glems (erkennbar am Busch- und Baumbewuchs) fliesst zunächst ziemlich geradlinig auf Eltingen zu, um dann in einem scharfen Bogen in Richtung Leonberg weiter zu gelangen.


Glitzen- oder Rot(h)enmühle



Die erste Wassermühle an der Glems war die Glitzen- oder Rotenmühle. Sie stand an der heute noch in Teilen vorhandenen Straße von Eltingen Richtung Renningen.

(Foto: Sammlung Morlok/Stadtarchiv Leonberg)

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1896 findet die Rothenmühle anlässlich einer Glemsüberschwemmung Erwähnung in der örtlichen Zeitung:

Letzte Nachrichten.
Leonberg, 10. März. Die vergangene Nacht hat es wieder fast ununterbrochen gestürmt und geregnet. Die Glems ist ebenfalls aus ihren Ufern getreten und hat das Thal überschwemmt. Die Rothenmühle soll ganz abgeschlossen sein.

Die Westansicht der Rotenmühle Ende der 1950er-Jahre. Das Bild weiter unten zeigt die gleiche Ansicht etwa 50 Jahre später.

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Von oben nach unten verläuft das Band der Renninger Strasse/B295, diagonal von rechts nach links die Glems, erkennbar an den säumenden Bäumen. Die Gebäude der Rotenmühle an der Einmündung zur Niederhofenstrasse sind abgetragen, der Mühlbach ist verfüllt. Im oberen Bilddrittel sehen wir oberhalb der Glems den grossen Autfriedhof der Firma Bullinger, im unteren Bilddrittel unterhalb der Glems eine Ansammlung von mehreren Schrotthändlern, Vorboten des künftigen Gewerbegebiets Hertich.

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Übrig geblieben ist von der Rotenmühle rein gar nichts. Heute steht an ihrer Stelle eine Gaststätte.

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Auf der Katasterkarte von 1831 ist die Lage der Mühle an der Renninger Strasse gut zu erkennen. Rechts unten im Bild das Gewann "Niederhofen".

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Die Wasseranlage der Glitzen- oder Rotenmühle ist auf einem Luftbild von 1918 dokumentiert. Die Renninger Strasse verläuft von der Bildmitte schräg nach links oben, der helle Punkt oben ist die Mühle. Glems und Mühlkanal sind durch den Baumbestand dunkel hervorgehoben.

(Foto: HStAS M 700)

Auf dieser Nord-Westansicht der Rotenmühle ist der Verlauf der Glems an der Baumreihe zu erahnen.

(Fotos: Sammlung Morlok/Stadtarchiv Leonberg)

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Noch eine Ansicht aus der Luft vermutlich ein Jahr später. Die ersten Neubauten sind entstanden. Auch das Areal der Rotenmühle ist wieder bebaut, die Schrottplätze zu beiden Seiten der Glems bestehen noch.

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Das Bachbett der Glems verläuft etwa 30 Meter südlich entfernt.

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Wir folgen dem Verlauf der Glems von der ehemaligen Rotenmühle (links) um den Schopflochberg herum zur damals noch bestehenden alten Wasseranlage der Lahrensmühle (rechts). Auf dem Bild ist der Gewässerverlauf am Baumbestand entlang des Bachs gut zu erkennen. Rechts oben mündet der Wasserbach in die Glems.


Veiten- oder Lahrensmühle



Die Veiten- oder Lahrensmühle in der Zeit um 1930. Mühle und damaliges Wohnhaus.

Mahlbetrieb in der Lahrensmühle: Müllergeselle und Mühlenbesitzer posieren vor einem Walzenstuhl.

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Die Wasseranlage der Lahrensmühle ist hier etwas verkürzt dargestellt.

Nach mehrjähriger Restaurierung steht die Mühle ab 2005 für Kultur und Familienfeierlichkeiten zur Verfügung.


Das Pferdegespann der Lahrensmühle um 1932. Das Fuhrwerk war notwendiger Bestandteil einer Mühle zum Abholen von Korn und Ausliefern von Mehl.

1953 ist die Lahrensmühle auf dem Höhepunkt ihrer Leistungsfähigkeit als Mühle. Das neue Wohnhaus (links im Hintergrund sichtbar) ist gebaut, die weiteren Gebäude haben den Krieg weitgehend unversehrt überstanden.

Das Mühlensterben macht auch vor der Lahrensmühle nicht halt. Die fehlenden Einkünfte aus dem Mühlenbetrieb machen sich im Gebäudezustand bemerkbar.


Schweizermühle



Die Schweizermühle stand an einem Ort, der heute bestenfalls noch erahnt werden kann: Das Gelände des Aldi-Markts war früher ein Tal, das mittlerweile komplett verfüllt wurde. In diesem heute nicht mehr existierenden Tal stand die Schweizermühle. Auf diesem Gemälde ist im Vordergrund das Mühlengebäude mit überdachter Laderampe zu sehen, hinten die Scheune (Nord-Ost-Ansicht).

(Bild: Sammlung Morlok/Stadtarchiv Leonberg)

An der Ost-Fassade besitzt das Mühlengebäude dagegen einen Spitzgiebel. (Süd-Ost-Ansicht aus dem Jahr 1916).

Die Schweizermühle im Winter 1925 – hier aus dem Blickwinkel von oben – also von der Bahnstrecke her (Süd-West-Ansicht).

Noch ein Blick auf die abgebrannte Schweizermühle. Scheune und Wohnhaus sind unversehrt.

(Fotos: Sammlung Morlok/Stadtarchiv Leonberg)

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Auf den Bildern der Schweizermühle ist die Glems nirgendwo zu erkennen. Dank eines Lageplans aus dem Jahr 1946 können wir den Verlauf von Bach und Mühlkanal aufzeigen. Die Gebäude der Schweizermühle sind gelb eingezeichnet. Unterhalb der Silcher- und Schwabstrasse verläuft die Glems, im Plan als "Bach No. 3" bezeichnet. Der Mühlkanal liegt zur Bahnlinie hin und trägt die Bezeichnung "Bach No. 6". Den Übereich zwischen Mühlkanal und Glems hat man "Bach No. 7" genannt, während der Leerlaufkanal kurz vor der Mühle keine Bezeichnung trägt. Auch bei der Schweizermühle dreht sich das Mühlrad uneinsehbar in einer Wasserstube. Der Mühlkanal verläuft in östlicher Richtung zunächst unterirdisch weiter.

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Die Glems zwischen Schweizermühle und Clausenmühle.


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Nochmals ein Gemälde mit der Schweizermühle rechts unten (Nord-West-Ansicht). Charakteristisch an den West-Fassaden von Mühlengebäude und Scheune ist das Krüppel-Walmdach. Im Hintergrund erkennbar der heute noch bestehende Güterschuppen, jetzt Brauerei Sachert, und links davon der alte Leonberger Bahnhof. Das herrschaftliche Gebäude oberhalb des Güterschuppens war die frühere Stohrer-Villa.

Der Schweizermüller blickt 1925 zuversichtlich drein. Er ist sich offensichtlich seines Standes bewusst.

Am 19. Juli 1929 endet die Geschichte der Schweizermühle. Ein Großbrand vernichtete die Mühle restlos. Hier wieder aus dem Blickwinkel von oben, gut zu erkennen ist der Steg über den Mühlkanal. Das Gebäude wurde nicht wieder aufgebaut.

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Zwischen den Besitzern von Schweizermühle und Lahrensmühle wird ein Vertrag geschlossen, dass die abgebrannte Mühle nicht wieder in Betrieb genommen wird:

LEONBERG
Zwischen Georg Bausch, zur Sohweizermühle in Leonberg und Emil Lautenschlager, zur Lahrensmühle in Eltingen kommt heute folgender Vertrag zustande:

§ 1.
Georg Bausch verpflichtet sich, für sich und seine Rechtsnachfolger sein Mühlenanwesen, die am 19.7.29 abgebrannte Sohweizermühle nicht mehr aufzubauen und auch zu seinen Lebzeiten im Oberamtsbezirk Leonberg keine andere Mühle zu betreiben.

§ 2.
Die abgebrannte Sohweizermühle darf an keinen Müller verkauft werden.

§ 3.
Bei Nichteinhaltung der in § 1 und 2 des vorstehenden Vertrags verzeichneten Bedingungen verpflichtet sich Bausch, sofort an Lautenschlager eine Konventionalstrafe in Höhe von 20 000 RM (mit Worten: Zwanzigtausend Reichsmark) zu bezahlen.

§ 4.
Lautenschlager verpflichtet sich, dem Bausch als Abfindung für Einstellung seines Mühlebetriebs eine Entschädigung in Höhe von 2500 Goldmark (mit Worten: zweitausendfünfhundert Goldmark zu bezahlen.
Dieser Betrag ist zur Zahlung fällig.

§ 5.
Bausch gibt die Erklärung ab, dass er bei seinem seitherigen Kundenkreis daraufhin wirken werde, dass die Landwirte ihre Erzeugnisse nunmehr in der Lahrensmühle mahlen lassen. Eine Verpflichtung aber, dass seine früheren Kunden tatsächlich nunmehr in der Lahrensmühle mahlen lassen, übernimmt Bausch nicht.

§ 6.
Falls Bausch einen Handel mit landwirtschaftlichen Erzeugnissen oder Mehlen jeglicher Art treiben will, hat Lautenschlager hiegegen nichts einzuwenden.

Vorstehender Vertrag ist auf stet und fest abgeschlossen und verpflichten sich beide Teile unter Ausfolgung eines Exemplars des Vertrags zur genauen Einhaltung der Vertragsbestimmungen.
Leonberg, den 23. Aug. 1929
t. Georg Bausch
t. Emil Lautenschlager




Clausenmühle



Direkt unterhalb der Leonberger Stadtmauer an der Straße nach Rutesheim liegt die Clausenmühle. Hier der Stich von Merian von 1648.

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So sah der Künstler W. Romberg die Stadtansicht von Leonberg mit der Clausenmühle im Vordergrund.

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Ansicht von der Eisenbahnunterführung an der Rutesheimer Strasse aus dem Jahr 1900 (im Vordergrund sind die Schienen zu erkennen). Die Mühlengebäude sind mittlerweile durch zusätzlich entstandene Schuppen zur Hälfte verdeckt.

(Foto: Kunstverlag von Hermann Müller vorm. Carl Wöhrle, Leonberg am Markt)

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Ansicht von Westen aus dem Jahr 1911.

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Schäfer Dihl im Hof der Clausenmühle etwa 1928.

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Die letzten Stunden der Clausenmühle 1971. Das nachts ausgebrochene Feuer konnte nicht mehr eingedämmt werden. Die Fachwerkkonstruktion und die zu einem grossen Teil aus Holz bestehenden Müllereimaschinen gaben den Flammen reichlich Nahrung.

(Foto: Freiwillige Feuerwehr Leonberg)

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(Fotos: Archiv und Sammlung Morlok/Stadtarchiv Leonberg)


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Ein Ausschnitt aus einer 1898 versandten Postkarte zeigt die Gebäude der Clausenmühle von der Eisenbahnlinie gesehen.

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Und so ein anderer Künstler namens Ludwig Schäfer-Grohe.

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Das Areal der Clausenmühle aus der Luft gesehen, im Vordergrund die Bahnlinie. Das Mühlengebäude versteckt sich hinter hohen Bäumen.

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Ausschnitt aus dem Stadtplan der Stadt Leonberg aus dem Jahr 1927: Die Wasseranlage der Clausenmühle mit dem nördlich gelegenen Mühlkanal.

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Ansicht von der Nordseite.

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Das abgebrannte Mühlengebäude wurde nach dem Wiederaufbau nicht mehr als Mühle genutzt.

Aus der Mühlenzeit geblieben ist der in die Laderampe eingelassene Mühlstein. Auch die Wasseranlage ist noch intakt und dient mittels Turbine der Stromerzeugung.


Gässles-, auch Gässlens- oder Marxenmühle



Die Gässlensmühle stand unterhalb der Clausenmühle. Dank des von Hermann Beile herausgegebenen Buchs "Alt-Leonberg" konnten wir einiges über diese Mühle erfahren: "Die Gässlesmühle, vor dem 16. Jh. auch mal Marxenmühle genannt, nutzte das Glemswasser unterhalb des Pulverturms an der Nordwestecke der Stadtbefestigung. Sie war durch das 'Müllergässle' mit dem Obertor und die Talstrasse zur Rutesheimer Strasse mit dem Untertor verbunden. Am steilen Westhang der Stadt grasten ihre Lasttiere, am 'Eselsreian'. Die Gässlesmühle hatte die Konzession der Grafschaft als Mahl-, Walk- und Sägemühle, der Betreiber war meist auch Oberzunftmeister der Müllerzunft des Amtes Leonberg." Und weiter mit der Erinnerungen von Hermann Beile: "Die meisten Handwerksbetriebe blühten auf, nur die Glemsmühlen erlebten einen Niedergang seit dem Ende des 18. Jahrhunderts, als Herzog Karl Eugen die Glemshauptquelle in seinem Rotwildpark zu den
Parkseen am Bärenschlössle aufstauen und deren Abfluss in den Nesenbach bei Heslach ableiten liess. Meine Urahnen Johann Michael Beyhlin (1712-1780), Johann Michael Beyle (1736-1802), Johann Michael Beile (1772-1826) und Johann M. Beile (1800-1891) sind als Gässlesmüller und meist Obermeister der Müllerzunft des Amtes Leonberg vergeblich gegen die herzogliche Willkür angegangen. Die grosse Gässlesmühle musste wegen Wassermangel erst den Walkgang, später den Mahlgang einstellen und aus dem Sägewerk wurde gar um 1905 eine Kistenfabrik."

(Bild: Sammlung Morlok/Stadtarchiv Leonberg)

Nachfolger in den Gebäuden auf dem Areal der Gässlensmühle wurde 1921 die später unter Bammesberger & Co. bekannte Maschinen- und Werkzeugfabrik. 1923 brannte das Hauptgebäude der Mahlmühle ab.

Die Gässlensmühle im Jahr 1935 vom Flugzeug aus gesehen. 1938 zog auch Bammesberger in die Römerstrasse.



Durch Kauf ging sie 1875 an Wilhelm Stohrer, der die zur Verfügung stehende Wasserkraft für die Herstellung landwirtschaftlicher Maschinen und Schlachthauseinrichtungen nutzte. Wir zitieren aus der Stohrer-Chronik aus dem Jahr 1950: "Im alten Werk im Täle spendete zunächst die kleine Glems die Antriebskraft und alle paar Jahre war es ein besonderes Ereignis, wenn die 'Bachputzer' mit ihren langen Stiefeln da waren, um das Bachbett vom Schlamm wieder sauber zu schaufeln. Nicht weniger interessant war es, wenn etwa am Wasserrad ein neuer 'Wellbaum' eingesetzt werden musste."

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Das Geschäft florierte, das Anwesen im Höfinger Tal wurde zu klein. Zwischen 1904 und 1906 entstand eine neue Fabrik auf dem Distelfeld an der Römerstrasse. Diese Ansicht der Gässlensmühle stammt aus dem Jahr 1909.

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Ansicht der Gasslensmühle aus dem Jahr 1916.

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Dieser Ausschnitt aus dem Stadtplan von 1927 zeigt uns den Verlauf der Glems und des Mühlkanals an der Gässlensmühle, also zu Bammesbergers Zeiten.

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Auf Bammesberger folgte Pfau, hier die Fabrikanlage Ende der 1950er-Jahre. Der Verlauf der Glems ist am Baumbestand links zu erkennen.

Das metallverarbeitende Unternehmen besteht heute noch in der Mühlstrasse.


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Die Geschäftsentwicklung bei Pfau lässt sich an der Zunahme der Fabrikgebäude erkennen.

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Der Name Müllergässle ist ein letztes Indiz für die Existenz der Gässlesmühle.

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Weiter geht es auf der Mühlstrasse.


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Walk- oder Felsensägmühle

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Malerisch unter der bizarren Felswand mit dem "Hauerloch" gelegen ist die Felsensägmühle. Sie wurde ursprünglich als Walk- und Schleifmühle betrieben, bis sie 1772 abbrannte. Rund drei Jahrzehnte später wurde an diesem Standort eine Sägmühle erbaut.

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Die Wasserkraft war auch hier ausschlaggebend für den Standort.

Blick vom Glemstal auf Leonberg mit Hauerloch und Mühle.

Bilder aus den frühen 1960er-Jahren.

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(Fotos: Sammlung Morlok/Stadtarchiv Leonberg und Sammlung Zepf)


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Ebenfalls aus dem Stadtplan von 1927 stammt siese Ansicht der Wassernlage der Felsensägmühle. Rechts ist der Steinbruch angedeutet, links erkennen wir das Hauerloch.

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Familien-Spaziergang 1935, im Hintergrund die Felsensägmühle.

Bis in die 1990er-Jahre wurde hier haupterwerbsmäßig Holz gesägt und verkauft.

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Mittlerweile ist die Felsensägmühle restauriert und in Stand gesetzt.


Scheffelmühle



Die Luftaufnahme aus den 1960er-Jahren zeigt, welch stattliches Anwesen die Scheffelmühle ist. Neben dem Mühlenhaus befindet sich das zur Landwirtschaft gehörende Wohnhaus und die Scheune mit Stallungen.

Müller aus Leonberg haben sich in der Scheffelmühle getroffen und posieren vor dem Eingang. Zweiter von rechts ist Emil Lautenschlager.

(Fotos: Sammlung Morlok/Stadtarchiv Leonberg)

Obwohl die Scheffelmühle an keinen Mühlkanal mehr angeschlossen ist, sind noch zahlreiche Reste der Wasseranlage übrig geblieben. Hier der Abzweig des Mühlgrabens wenige Meter unterhalb der Felsensägmühle.


Scheffelmüller und Sohn posieren in den 1930er-Jahren vor dem stattlichen Mühlen- und Wohnhaus.

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Eine Ansicht von 1984.

Die Scheffelmühle präsentiert sich heute praktisch unverändert. Der Zahn der Zeit hat nur wenig an dem Gebäude genagt.

Der sogenannte Übereich, der Ablauf des Mühlkanals vor der Mühle, der bei zu viel Wasser geöffnet werden kann. Der Schieber fehlt, alles Wasser läuft jetzt in den Bach zurück. Zusätzlich verhindert eine Schwelle das Füllen des stillgelegten Mühlkanals.




Tilgshäuslesmühle

Genau unterhalb des Höfinger Bahnhofs befindet sich die letzte Leonberger Mühle, die Tilgshäuslesmühle – hier ein Bild aus den 1920er-Jahren. Es besteht die Möglichkeit, dass reisende Fotografen alle Mühlen mit ihren Besitzern in dieser Zeit abgelichtet haben, denn auch hier hat sich die Besitzerfamilie zum Fototermin eingefunden.


Die Mühlentradition ist auch hier nach einem Brand nicht fortgesetzt worden. Sogar das alte Nebengebäude – hier im Bild noch sichtbar – wurde mittlerweile entfernt.

(Fotos: Sammlung Morlok/Stadtarchiv Leonberg)

Nur wenige steinerne Zeugen erzählen hier noch von ihrer einstigen Bestimmung.

… oder sie werden zu anderen Bestimmungen herangezogen.


Die Natur ergreift Besitz von den Zeitzeugen ...



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Wir haben uns in unserem Rückblick auf die Mühlen an der Glems auf der Gemarkung Leonberg-Eltingen beschränkt. Inge und Günther Horn haben den gesamten Verlauf der Glems vom Ursprung bis zur Mündung auf einer DVD eingefangen, die wir Ihnen hier gerne vorstellen wollen.

Erhältlich ist die DVD unter www.reisezieleaufdvd.npage.de.