Startseite Leonberg und Umgebung Leonberg und Eltingen in alten Ansichten - Teil 6

Leonberg und Eltingen in alten Ansichten - Teil 6

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Handel, Handwerk, Industrie in Leonberg und Eltingen.

Weitere Informationen erhalten Sie beim Anklicken der durch Unterstreichung gekennzeichneten Links.


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Wir nutzen die Gelegenheit, einen Blick in die Druckerei zu werfen.


Unser Rundgang beginnt im Zentrum von Leonberg. Wir zitieren aus zwei Quellen:

Lindenbergersche Buchdruckerei (Inhaber Willy Reichert). Stellt verschiedene Fachzeitschriften her, brachte das Festbuch heraus (zur 700-Jahr-Feier Leonbergs), druckt das Amtsblatt und seit 1949 die Leonberger Kreiszeitung.

Aus "Leonberg - ein Heimatbuch" von Eugen Wendel 1949

Leonberger Kreiszeitung, Lindenbergersche Buchdruckerei, Leonberg.
Gegründet 1827, Inhaber Willy Reichert. Die Leonberger Kreiszeitung, Heimatzeitung und meistgelesene Tageszeitung in Stadt und Kreis Leonberg, erscheint sechsmal wöchentlich mit einer Auflage von täglich 10.000 Exemplaren. Dem Zeitungsverlag angeschlossen ist eine leistungsfähige Akzidenzdruckerei, in der Drucksachen, wie Industrieprospekte, Zeitschriften, Kataloge, Broschüren, Durchschreibebücher, Familiendrucksachen usw. hergestellt werden.

Aus dem Buch "Heimat und Arbeit - Der Kreis Leonberg" von 1964


Leider hat die Kreissparkasse Böblingen, zu der die Leonberger Zweigstelle heute gehört, in ihrem Internet-Auftritt keinen Raum für etwas Geschichte. Das Buch "Heimat und Arbeit - Der Kreis Leonberg" von 1964 hilft weiter.

Kreissparkasse Leonberg. Um der wirtschaftlich schwächeren Bevölkerung Gelegenheit zu geben, kleine und kleinste Ersparnisse gegen angemessene Verzinsung zurückzulegen, wurde am 1. November 1882 in Leonberg die Oberamtssparkasse ins Leben gerufen. Strenge Aufnahmebedingungen für Spareinlagen - sie waren ursprünglich auf 1000 Mark je Familie beschränkt - unterstrichen den sozialen Charakter des Instituts. Da man früher als anderswo in Leonberg die grosse Bedeutung des bargeldlosen Zahlungsverkehrs erkannte, beschloss die Amtskörperschaft bereits 1917, dem neugegründeten Giroverband beizutreten. Damit war der Übergang von der reinen Sparkasse zum modernen Bankbetrieb vollzogen. Nach dem ersten Weltkrieg reichten infolge der starken Geschäftsausweitung die bisherigen Räumlichkeiten nicht mehr aus, so dass 1924 ein Neubau an der Grabenstrasse errichtet wurde.

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Ein Werbe-Stempelmotiv der Oberamtssparkasse von 1932.

Durch das württembergische Sparkassengesetz vom März 1932 wurde auch die Oberamtssparkasse Leonberg, die ein halbes Jahrhundert eine rechtlich unselbstständige Einrichtung der Amtskörperschaft Leonberg war, ein selbstständiges Institut mit eigener Rechtsfähigkeit. Im Jahre 1934 wurden die Amtskörperschaften in Kreisverbände umgewandelt; die Oberamtssparkasse erhielt nunmehr den Namen "Kreissparkasse". Nach dem zweiten Weltkrieg ergriff der grosszügige Wiederaufbau den Kreis Leonberg in besonders starkem Masse, an dem die Kreissparkasse durch Gewährung von Krediten und Darlehen einen bedeutenden Anteil geleistet hat.

1961 bezog die Kreissparkasse ihren gelungenen Neubau in der Grabenstrasse, der allen Erfordernissen eines modernen Bankinstituts Rechnung trägt. Die Kreissparkasse Leonberg, die sich zum grössten Kreditinstitut des Kreises entwickelt hat, unterhält Hauptzweigstellen in Korntal, Ditzingen, Gerlingen und Weil der Stadt sowie Zweigstellen in allen Gemeinden des Kreises.

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Die Werbeaussage ist gleich geblieben, die Gestaltung der Zeit angepasst.


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So sah es Ende der 1950er-Jahre aus. Im Hintergrund ist das Verlagsgebäude der Leonberger Kreiszeitung zu sehen. Auf dem Parkplatz der Kreissparkasse steht der Traum vieler Frauen: Ein VW Karmann-Ghia Coupé.

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Auch auf dieser Luftaufnahme sind neue Kreissparkasse und alte Sonne zu erkennen.

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Mit dem Neubau entand ein Brunnengebilde aus Beton, das bei den Leonbergern für viel Diskussion sorgte. Das "Kunstwerk" verschwand bei späteren Baumassnahmen.

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Wir sind in den 70ern angelangt. Die modebewusste Frau trägt Schlaghosen und Schuhe mit Plateausohlen.


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Aus dem Osten Deutschlands vertrieben gründet Paul Krystufek Ende der 1940er Jahre oberhalb der Feuerbacher Strasse die Süddeutsche Brillenfabrik - kurz: SBF (die blau-grauen Gebäude links im Bild von etwa 1985).

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Brillenfassungen und Bügel im Stil der 1950er-Jahre.

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Ein SBF-Brillenmodell aus den 1960er-Jahren.


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Die Brillenfabrik ist Geschichte, dieses Musterbuch hat überlebt.

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Noblesse oblige, wir sind im Wirtschaftswunder angekommen: Goldbestickter weisser Stander SBF am roten Mercedes 300 des Fabrikbesitzers.


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Viele Umzüge charakterisieren die Geschichte der Volksbank Leonberg. 1954 hat sie endlich eine eigene Geschäftsstelle in der oberen Bahnhofstrasse. Zwar hat die Volksbank anlässlich ihres 100- beziehungsweise 125-jährigen Bestehens jeweils einen Jubiläumsband herausgebracht, aber im Internet-Auftritt der Bank findet die Vergangenheit nicht statt. Wir zitieren daher aus dem Buch "Heimat und Arbeit - Der Kreis Leonberg" von 1964.


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Die Schalterhalle der Volksbank von 1954.

Volksbank Leonberg eGmbH,
Gegründet von Handwerkern und selbstständigen Geschäftsleuten als Gewerbebank Leonberg im Jahre 1867 als erstes Spar- und Kreditinstitut der Kreisstadt Leonberg. 1939 Name in Volksbank geändert. Das Institut, das drei weitere Zahlstellen in Eltingen unterhält, hat sich, wie alle Volksbanken zu einer Universalbank für jedermann entwickelt. 1954 wurde ein eigenes neues Bankgebäude errichtet.


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Die Süddeutsche Schuhfabrik Käumlen & Krauss an der Ecke Eltinger Strasse/Steinstrasse. Hier hat sich nur wenig verändert.


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Rechnung der Süddeutschen Schuhfabrik vom 17. April 1918:

Herrn Fr. Neunmüller Herford
Hiermit beehren wir uns, Ihnen die uns durch u/ H. Schubert gütigst in Auftrag gegebenen Waren Rechnung zu erteilen, wofür Sie uns den Betrag von Mk. 134 gefl. gutschreiben wollen.
Ihren ferneren geschätzten Aufträgen entgegensehend, zeichnen hochachtend
Käumlen & Krauss


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Eine Ansicht der Gärtnerei Dilger wenige Jahre vor der Umsiedlung in Richtung Gebersheim. Die Bausparkasse benötigte das Gelände für Parkplätze. Nur der Verkaufspavillon rechts blieb bis heute erhalten.


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Bescheidene Anfänge: In diesem Gebäude Ecke Steinstrasse/Elsässer Strasse waren 1929 die Geschäfträume der späteren Leonberger Bausparkasse untergebracht.

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Bereits 1930 wurden die Räumlichkeiten in der ehemaligen Silberbergstrasse, heute Heinrich-Längerer-Strasse, bezogen.

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Das 1934 fertig gestellte Verwaltungsgebäude.

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Werbung im Stil der späten 1930er Jahre.

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Das lustige Heimsparer-Spiel der Leonberger Bausparkasse aus den späten 1930er-Jahren.

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Druckschriften von 1939.

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1953 entstand in westlicher Richtung ein Neubau im gleichen Architektur-Stil.

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Eine mobile Erinnerung an die "Leobau": Das spektakuläre Werbefahrzeug aus dem Jahr 1955.

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Der Leonberger Jugendchor hat sich 1963 vor dem Verwaltungsgebäude zu einem Ständchen eingefunden.

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Das Areal zwischen Lindenstrasse und Bahnhofstrasse etwa 1962. Noch steht das Verwaltungsgebäude aus den 1930er-Jahren, jedoch um einen kleinen Anbau rechts erweitert. Dahinter ein Erweiterungsbau und das kleine Hochhaus, das sich 2009 zum Schrecken des Sprengmeisters seiner Zerstörung widersetzt hatte. Im Hintergrund an der Bahnhofstrasse eine seltene Rückansicht des Postamts.

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Ende der 1950er-Jahre: Nicht nur die LeoBau ist grösser geworden, auch das Werbefahrzeug ist dem Wachstum angepasst worden.

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Kreuzung Bahnhof-/Lindenstrasse: Links die alte Post, das Haus "Rosengarten", ganz vorn Polster-Bendel. Das Gelände der Leonberger Bausparkasse hat die maximale Bebauung erreicht.

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Eine Ansicht von 1985.

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1994


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Keimzelle für die Bausparkasse war die CCN, hier ein ganz frühes Emailschild.

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Die Bauarbeiten für das Verwaltungsgebäude in der Lindenstrasse haben gerade begonnen. Landwirt und Gelegenheits-Fuhrunternehmer Otto Josenhans vom Schweizerhaus mit seinem Sohn Gustav (auf dem Wagen) liefert Material mit Pferd und Wagen an. An der Baustelle verfügt man bereits über eine moderne Betonmischmaschine.

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Blick über die Lindenstrasse.

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Aus dem Jahr 1942: Schon mit 30,- RM im Monat ersparen Sie ein Eigenheim im Werte von 12.000,- RM. Die abgebildeten Häuser liegen allerdings in einer etwas höheren Preisklasse.

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Ein Werbeplakat von 1950: Im Obdach geduldet, in der Neu-Wohnung willkommen, im Eigenheim glücklich - natürlich durch Bausparen.

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Zwei Eimailschilder aus den Fünfziger Jahren.

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Treppe vom Törlensweg zur Bahnhofstrasse. Im Hintergrund eines der Bausparkassen-Gebäude.

Leonberger Bausparkasse AG, Leonberg
Am 27. Februar 1929 wurde auf Veranlassung des Missionars Christian Röckle die "Creditgenossenschaft des Christlichen Notbundes zur gegenseitigen Hilfe eGmbH" gegründet, die später in "CCN-Bausparkasse eGmbH" und dann in "Leonberger Bausparkasse eGmbH" umbenannt wurde. Das Unternehmen fand in breiten Kreisen eine überraschend grosse Unterstützung, doch war es schwierig, dem neugegründeten Unternehmen zu einem gesunden Wachstum zu verhelfen. Die volkswirtschaftlichen, betriebswirtschaftlichen und finanzwirtschaftlichen Grundsätze für den Aufbau und die Führung von Bausparkassen, heute allgemein anerkannt, mussten damals erst noch erarbeitet werden. Es ist das Verdienst des langjährigen geschäftsführenden Vorstandes der Genossenschaft und späteren Aktiengesellschaft, Dr. Walter Helmes, sowie des Oberkirchenrates Otto Seiz und des Oberregierungsrates Paul Bausch, die in den entscheidenden ersten Jahren als Vorsitzender bzw. als stellvertretender Vorsitzender des Aufsichtsrates fungierten, dass die Anfangsschwierigkeiten schliesslich überwunden werden konnten.
Die Voraussetzung für die Entwicklung zu einer Gross-Bausparkasse brachte dann der Anschluss folgender Bausparkassen an die Leonberger: 1933 die Volkshilfe-Bausparkasse eGmbH in Stuttgart, 1939 die Vaterhaus-Bausparkasse GmbH in Pforzheim, die Kosmos-Bausparkasse AG in Stuttgart, die Bausparkasse Germania in Köln und die Bausparkasse Das Heim eGmbH in Krefeld. Diese Entwicklung vermochte auch der zweite Weltkrieg und die anschliessende Reichsmark-Zeit nicht wesentlich zu hemmen, und sie hat sich seit der Währungsreform in verstärktem Masse fortgesetzt.

Die stetige Aufwärtsentwicklung der Leonberger dokumentiert sich in ihren jährlichen Erfolgszahlen. Bereits Ende 1963 war die Bilanz-Milliarde erreicht. Die Finanzierungsleistung in DM betrug über 2,3 Milliarden Mark. Mit diesem Baugeld wurden mehr als 170 000 Wohnungen für Leonberger Bausparer mitfinanziert. Die eigene Baulandvermittlungsstelle und die enge Zusammenarbeit mit bewährten Bauträgerfirmen ermöglichen umfassende Bauhilfe für viele Leonberger Bausparer. Dazu kommen individuelle Beratung und gewissenhafte Betreuung durch den aktiven Kundendienst.

Aus dem Buch "Heimat und Arbeit - Der Kreis Leonberg" von 1964

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"Der Heimsparer" war die Hauszeitschrift der LeoBau, hier zwei Ausgaben von 1964.

40 Jahre Wachstum

Wiederaufbau Ostdeutschlands erinnert an die Trümmerbeseitigung in der Nachkriegszeit

"Der Wiederaufbau der zerstörten Städte nach dem Krieg - das war eine ähnliche Herausforderung wie heute die Emeuerung des Wohnungsbestandes in den ostdeutschen Ländern" zieht Eugen Köpf, von 1945 bis 1972 Vorstandssprecher der Leonberger Bausparkasse, Parallen zwischen der Nachkriegszeit und den Problemen der Gegenwart. Damals ging es um die Beseitigung der Trümmer, die der Bombenkrieg verursacht hatte. "Eine Riesenneubautätigkeit von Wohnungen war notwendig", erinnert sich Köpf. Heute müssten in Ostdeutschland die Folgen einer vier Jahrzehnte dauernden Vemachlässigung der Bausubstanz bewältigt werden.

In den frühen Jahren der jungen Bundesrepublik waren damals schon Angestellte der Bausparkasse unterwegs, um angesichts der krassen Wohnungsnot für die Idee des Bausparens zu werben. Bei der Leonberger Bausparkasse funktionierte der Aussendienst auch während des Krieges. "Selbst im Luftschutzkeller wurden Verträge abgeschlossen", erzählt der langjährige Erste Mann. Deshalb sei man nach dem Krieg sehr rasch wieder ins Geschäft  gekommen.      

Um möglichst viele Menschen als Bausparer zu gewinnen, fuhren die Mitarbeiter in den Nachkriegsjahren mit einem Werbemobil übers Land. In Gasthäusern wurden Informationsabende veranstaltet, die Lastkraftwagen mit den aufmontierten Häuschen waren in den 50er Jahren eine echte Attraktion. Die Werbehäuschen auf Rädern waren sozusagen bewegliche Kleinstzweigstellen. Vor dem Rathaus oder auf dem Marktplatz geparkt, schon war die Beratungsstelle einsatzbereit. Auf diese Erfahrung greift man auch heute in  den neuen Bundesländem zurück. Im Unterschied zu den 50er sind in den 90er Jahren allerdings Campingmobile unterwegs.

"Die Neugliederung im Südwesten hatte auf die Tätigkeit der Leonberger Bausparkasse keinen besonderen Einfluß. Man war schliesslich nicht auf ein Bundesland eingeschworen" erläutert Eugen Köpf. Die regionalen öffentlichen Bausparkassen, die es 1952 bereits in Baden-Württemberg gab, die LBS Stuttgart und die LBS Baden, marschierten allerdings auch heute noch getrennt. Die Südweststaatsbildung habe hier noch zu keiner Vereinheitlichung geführt, wundert sich der ehemalige Vorstandssprecher.

Hilfe zur Selbsthilfe, der Leitsatz, unter dem der Gründervater, der Missionar Christian Röckle, 1929 angetreten war, tat auch 1945 not. Bis zum "zweiten Bausparwunder" (das "erste Wunder" geschah in den 30er Jahren) vergingen jedoch noch einige Jahre. Erst mit der Währungsreform und dem Marshallplan wurden 1948 die Grundlagen für das "Wirtschaftswunder" gelegt, das auch dem Bausparen zur zweiten Blüte verhalf. Bereits 1946 jedoch richtete die Leonberger Bausparkasse einen besonderen Bauspartarif ein. Diese Wohnspartarife spielten bei der Finanzierung der ersten Eigentumswohnungen eine Rolle. 1952, im Geburtsjahr Baden-Württembergs, wurde das Wohnungsbauprämiengesetz verabschiedet. Damit wollten die Volksvertreter dem Bausparen zu neuem Schwung verhelfen. Der rasante wirtschaftliche Wiederaufbau in den 50er und 60er Jahren erlaubte es den Menschen bald wieder; etwas Geld auf die hohe Kante zu legen. Daß viele sich für das Bausparen entschieden, belegen auch die Zuwachsraten der Leonberger Bausparkasse:
Zwischen 1954 und 1971 verdreizehnfachte sich das Neugeschäft, die Bilanzsumme stieg um das Neunzehnfache.

Der Geschäftsumfang wuchs, ebenso die Zahl der Mitarbeiter. Nur die Geschäftsräume in Leonberg wuchsen nicht mit. Ein Erweiterungsbau wurde geplant, der im April 1953 bezogen wurde. 1973 wurde das Hochhaus in der Lindenstraße bezogen, das weit uber die Dächer der Glemsstadt ragt.

Der Sitz der Zentrale im Mittelzentrum Leonberg - dieser Standort entspricht der Zielgruppe der Leonberger Bausparkasse. Vor allem in kleineren und Mittelstädten sind die Bausparer zu Hause. Die Lage an der Peripherie des Großraums Stuttgart wird nach wie vor als sinnvoll beurteilt. .Ein Netz von Zweigstellen und Aussendienstlern in den alten und neuen Bundesländern sorgt für die Präsenz vor Ort. In der Zukunft will man den Sprung ins europaweite Geschäft wagen. Mit Hinblick auf den europäischen Binnenmarkt wurde eine Luxemburger Vertretung eingerichtet.

Nach Estland hat man Kontakte geknüpft. Dort wie in den neuen Bundesländern gelten die ungeklärten Eigentumsverhältnisse als Haupthindernis fur eine rasche Entwicklung, beurteilt Detlev Bauanns, Abteilungsdirektor für Presse- und Öffentlichkeitsarbeit, die Lage im Osten. "Sie sind ein echter Hemmschuh für den Wohnungsbau."

Aus der Sonderbeilage der Leonberger Kriezeitung anlässlich des 40jährigen Bestehen des Bundeslands Baden-Württemberg im Jahr 1992.

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Stand 2005. Der Name "Leonberger Bausparkasse" hat ausgedient, am Verwaltungsgebäude sind die Lettern des neuen Besitzers "Wüstenrot" befestigt.


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Die Leonberger Schuhfabrik E. Schmalzriedt in der Bahnhofstrasse. Diese alte Reklamemarke vermittelt einen Eindruck von der Grösse des Unternehmens. Ganz rechts die Fabrikanten-Villa.

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Noch stehen die Gebaude der Schuihfabrik fast unverändert. In dem niedrigen Bau war das Löwenbräustüble beheimatet, Keimzelle des Uhlenspiegel, später in der Maybachstrasse und heute nach Rutesheim emigriert.


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Grossformatiges Email-Werbeschild für Leonberger Schuhe.


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Die Gässlensmühle im Glemstal war die Keimzelle der Firma Stohrer, nach deren Umzug siedelte sich hier die Firma Bammesberger an, um später ebenfalls in die Römerstrasse umzuziehen. Es folgte die Manfred Pfau oHG.

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1984


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An der Stätte der früheren Niederlassung der Firma (Bammesberger) ist nun die Schraubenfabrik Pfau, ein modern eingerichteter, neuzeitlicher Betrieb.

Aus "Leonberg - ein Heimatbuch" von Eugen Wendel 1949

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Etwa 1975

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2000


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Zwischen Güterbahnhof und Römerstrasse lag diese Baustoff- und Kohlenhandlung. 1960 zog in das Obergeschoss die Tanzschule Rainer Wagner ein. Unzählige Teenager schwangen hier bis in die späten 1970er Jahre mehr oder minder gekonnt das Tanzbein.

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Um 1950: Firmenstand bei einer örtlichen Gewerbeausstellung.


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Dieser Lageplan verdeutlicht den damaligen Zustand: Die von oben kommende Römerstrasse mündet noch in die Bahnhofstrasse nahe der alten Viehverladerampe. Heute verläuft die Römerstrasse weiter südlich (auf dem Plan wäre das weiter oben). Die Bahnhofstrasse schwenkt heute nach links in die Römerstrasse. Etwa an Stelle der Viehverladerampe befindet sich jetzt der Leonberger Wertstoffhof. Die alten Firmengebäude von Häberle & Schäfer wurden abgetragen, um Platz für die Verbreiterung der Bahnhofstrasse zu schaffen.

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Direkt gegenüber den Bahngleisen auf dem Gelände der früheren Schweizermühle war ein Sägewerk entstanden. Dieses Foto vermittelt einen Eindruck aus den frühen 1930er-Jahren.

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Die Gebäude des Sägewerks Anfang 1960. In dem Gebäude ganz links mit dem hellen Dach begann die Erfolgsgeschichte der LEO Kunststoffprofile®. Ganz rechts die frühere Baumaterialienhandlung Martin Schäfer & Co., heute OBI-Baumarkt.

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Ansicht von 1984, der Sägebetrieb ist eingestellt, es folgt eine Holzhandlung. Heute finden wir auf diesem Gelände eine Aldi-Filiale.

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Dem Verfall preisgegeben, durch Brandstiftung teilweise zerstört.


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Dampfsägewerk Fritz & Co. vermutlich 1934 aufgenommen, von der Bebauung der Gartenstadt ist noch nichts erkennbar.

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Für den Antrieb der Sägegatter war eine Lokomobile, also eine fahrbare Dampfmaschine vorhanden, die hier jedoch fest installiert wurde.

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Noch 1990 war das 125 PS starke Antriebsaggregat vorhanden.

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1996 erwirbt Aldi das Gelände, die Trümmer werden beseitigt, leider gibt es für die historische Dampfmaschine keine Rettung.


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Der Bahnhof Leonberg, rechts darüber das zwischen 1904 und 1906 entstandene Fabrikgebäude der Firma Stohrer. Zum Verladen ihrer schweren Maschinen verfügte sie über einen ganz rechts sichtbaren Schrägaufzug, etwa an der Stelle, wo heute die Treppe vom Bahnhof nach oben in die Poststrasse führt. Links über dem Bahnhof die Stohrer-Villa.

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Eine 1939 ausgestellte Rechnung.

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Das Firmenareal 1950.

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Werkstrasse zwischen Montagehalle und mechanischer Werkstatt.

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In der Stohrer-Chronik aus dem Jahr 1950 zum 75-jährigen Bestehen fanden wir ein Bild vom "Seilbahnwagen mit Schweineenthaarungsmaschine" auf dem Weg zum Leonberger Güterbahnhof.

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Auf diesem alten Lageplan ist der Verlauf der Schienen der Stohrer-Seilbahn eindeutig zu erkennen. Von der Fabrik geht es direkt zum Güterschuppen der Bahn. Links oben ist die Stohrer-Villa eingezeichnet, unten der alte Leonberger Bahnhof, hier als Empfangsgebäude bezeichnet. Links davon die sogenannten Nebengebäude sind die WC-Anlage.

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Etwa 25 Jahre später sind rund um die alten Gebäude neue Werkhallen entstanden. Rechts die Villa mit Park der Fabrikbesitzer.


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Eine alte Angebotsmappe über Schlachthaus-Einrichtungen.

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Zufahrt zum Werksgelände im Frühjahr 1950.

Die nachfolgende Firmenchronik stammt aus "Leonberg - ein Heimatbuch" von Eugen Wendel 1949:

Interessant ist die Entwicklung der Firma Stohrer vom Kleinbetrieb zur Weltfirma. Sie spiegelt in ihrem Werden den Gang der wirtschaftlichen Ereignisse, deren Zeuge die noch lebende Generation ist.

In der früheren Gesslensmühle waren um 1900 etwa 20 Arbeiter beschäftigt. Die frühere Mühle war Schlosserwerkstatt, die Scheuer Schreinerei und die Stallung Malerwerkstätte. Der Glemsbach lieferte die Wasserkraft, die durch einen 6-8-PS-Benzinmotor gesteigert wurde. Hergestellt wurden in der Hauptsache landwirtschaftliche Maschinen, Futterschneide- und Dreschmaschinen. Der Stadtbote Beutelsbacher und der Güterbeförderer Gentner brachten die Rohstoffe und beförderten die Fertigwaren.

Im Jahr 1906 wurde das Werk auf das Distelfeld verlegt. Gleichzeitig legte man mehr Wert auf die Herstellung von Schlachthauseinrichtungen und Metzgereimaschinen. In ersteren hat die Firma Stohrer sich eine führende Stellung auf dem Weltmarkt verschafft. Sie hat unter anderem in Luzern ein grosses Schlachthaus errichtet und ist durch solche Arbeit bis nach Südamerika, in den Kaukasus und zum Balkan vorgedrungen. Ihre Monteure wurden zu Weltreisenden. Die Familien Messner, Stohrer und Trucksäss haben im Verein mit den Arbeitern einen Betrieb ins Leben gerufen, der den Gang unseres Volkes vom Binnenmarkt zum Weltmarkt mitmachte. Es ist die erste Firma in Leonberg, die zum Grossbetrieb wurde.

Fleiss und Sparsamkeit haben den Aufstieg ermöglicht. Es wurden wöchentlich 65 Stunden gearbeitet, täglich 11 Stunden, samstags 10. Bei dieser Arbeitszeit kam beispielsweise ein Arbeiter zu Fuss aus Rutesheim. Er war um sieben Uhr im Betrieb und marschierte nach elfstündiger Arbeit wieder eine Stunde nach Rutesheim zurück. Der Vertreter der Firma, Herr Bregenzer, fuhr mit der Post nach Mönsheim und marschierte nach Iptingen, Nussdorf, Eberdingen, Heimerdingen und über Höfingen zum Abend heim. [Anmerkung des Chronisten: Der beschriebene Weg des Herrn Bregenzer erscheint äusserst umständlich.] Als das neue Verkehrsmittel, das Wunder jener Tage, das Fahrrad aufkam, beantragte er bei der Firma ein Fahrrad. Da sagte Herr Messner: "Laufet Sie no und machen Sie so Ihre Geschäfte, i be au gloffa." und dabei bliebs, bis der Vertreter endlich bei Bechtle ein eigenes Fahrrad kaufte, das die Firma später übernahm. So wurde gerechnet und gespart. Man hat die Anhängezettel für die Frachtstücke aus abgelegtem Papier selbst gefertigt und von Hand geschrieben, gedruckte waren zu teuer. Mit solcher Sparsamkeit in allen Stücken konnte man mit billigen Preisen auf dem Weltmarkt konkurrieren.

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Gegenüber Stohrer waren in der Römerstrasse die Record Gummiwerke (rechts) und die Werkzeugmaschinenfabrik Bammesberger & Co (links) beheimatet.

Die Record-Gummiwerke erzeugen sanitäre Gummiwaren [welch nette Umschreibung für französische Zipfel-Mützen] und Luftballone. Als "Leonberger Glücksballon" sind sie anlässlich des Solitude-Rennens in die weite Welt geflogen.

Aus "Leonberg - ein Heimatbuch" von Eugen Wendel 1949

Record-Gummiwerke GmbH, Leonberg
Die Record-Gummiwerke in Leonberg, wurden im Jahre 1947 von K. E. Merckle übernommen. Hergestellt werden alle Arten von zelligen Gummiwaren: Moos-, Schwamm-, Schaum- und Zellgummi. Abnehmer im In- und Ausland sind in erster Linie die Automobil-, Maschinen- und Elektroindustrie sowie der technische Handel. Im Jahre 1962 wurde in Lauf/Baden ein zweites Werk errichtet, welches einen Teil der Konfektionsabteilung aufgenommen hat. Die Schwesterwerke Record-Kunststoffwerke GmbH in Breisach und Südbadische Gummiwerke GmbH in Neudingen fertigen Polymethanschaum und Weichgummiartikel. Bad Friedrichshall ist der Sitz der Hauptverwaltung. Besonderes Gewicht wird auf eine intensive Nachwuchsschulung und Erwachsenenweiterbildung gelegt.

Aus dem Buch "Heimat und Arbeit - Der Kreis Leonberg" von 1964.

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Ein Blick in die Fertigungshallen der Gummiwerke.

Das traurige Ende:
Record Gummiwerke - Leonberg/Stuttgart
Automobilzulieferer (Türdichtungen), 460 Mitarbeiter, Zweigwerke im In- und Ausland, befristete Betriebsfortführungs- und Verlustübernahmevereinbarung mit den Automobilherstellern abgeschlossen und durchgesetzt, Verlustvolumen 1,7 Mio DM, bei den Automobilherstellern konnte damit ein wirtschaftlicher Schaden durch sofortige Liefereinstellung und Produktionsstillstand in Höhe von 412.511 Mio DM und bei Inanspruchnahme von Kurzarbeitergeld in Höhe von 325.983 Mio DM abgewendet werden, Sozialplan mit insgesamt 1,8 Mio. DM ausbezahlt, 97 % Quote an nicht bevorrechtigte Konkursgläubiger ausbezahlt.


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Ansicht in entgegen gesetzter Richtung: Links die Record-Gummiwerke, rechts Bammesberger & Co. Im Vordergrund die Poststrasse, oben die Römerstrasse.

Werkzeugfabrik Bammesberger. Auf dem Distelfeld erstand ein modernes Fabrikgebäude, das Emil Bammesberger begründete und zur Blüte führte. Er hat auch das Gasthaus "Schwarzer Adler" zu einem Anziehungspunkt der Stadt gemacht. In der Fabrik werden Spezialwerkzeuge und Maschinen hergestellt.

Aus "Leonberg - ein Heimatbuch" von Eugen Wendel 1949

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Bei der Spurensuche sind wir auf diesen gegossenen Deckel für eine Fahrradklingel gestossen.

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Bammesberger Flachschleifmaschine.


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Diese Tankstelle an der Ecke Poststrasse/Benzstrasse gehört heute zum Möbelhaus Hofmeister. Dahinter das Gebäude der Firma Rehfus, Anlagenbau, die heute ihren Sitz in Höfingen hat.

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Dieser Ford A steht ebenfalls an der Tankstelle, im Hintergrund sind Teile der Record-Gummiwerke zu erahnen.


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1966 ist Helmut Stiller der Besitzer. Sein Hobby sind Vorkriegsfahrzeuge, hier ein englischer Austin 7. Benzin und Diesel kosten 50 Pfennig, wie wir auf dem Preischild lesen können.

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Ein BMW 326 wartet auf dem Hinterhof auf die Verjüngungskur. Die Gebäude dahinter gehören zur benachbarten Firma Rehfus.


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Links in diesem Bild von 1964 sehen wir eine weitere Brillenfabrik in der Maybachstrasse: Röhm Optik, später mit dem Zusatz Optura. Rechts an der Einmündung zur Poststrasse hat die Kreissparkasse eine Zweigstelle. Die Gebäude zur Römerstrasse hin gehören zur Lebensmittelhandlung Plocher. 

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Mustermappe von 1954.

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Ein Sortiment Sonnenbrillen, die Formenvielfalt hält sich noch in Grenzen.

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Blick in die Maybachstrasse in den späten 1980ern.


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Eine Preisliste aus dem Jahr 1949.

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Herrenbrille Modell "Solitude".

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Kinderbrille "Gretl".


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Eines der bekanntesten Unternehmen in Leonberg-Eltingen: Früher Gretsch & Co. heute unter GEZE bekannt.

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Bau des Verwaltungsgebäudes 1964.

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GEZE-Skibindungen sind seit der Olympiade 1936 weltbekannt. Aus Rentabilitätsgründen wurde die Fertigung aufgegeben.


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Die Abbildungen stammen aus den frühen 1960er-Jahren.

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Fertigung von Skibindungen.

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Etwa 1975.


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Strumpffabrik Tauscher an der Daimlerstrasse, links die legendäre Tauscher-Villa mit Swimmingpool und verschiebbarer Glasfront zum Garten. Wie weiter unten erwähnt, ist das Gelände heute im Besitz von Bosch, die Villa dient mittlerweile als Mitarbeiter-Restaurant.

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Eine Zeitungsmeldung von 1955:

Tauscher-Strümpfe unter eigenem Dach - DIE ZEIT, 08.12.1955 Nr.  49

Die Friedrich Tauscher oHG, Leonberg bei Stuttgart, nimmt Mitte Dezember eine neue Werksanlage in Betrieb, die — nach modernsten Gesichtspunkten errichtet — alle Produktionszweige der Herrensocken- und Damenstrumpfproduktion (einschl. Färberei und Kraftwerk) vereinigt. Damit hat das Unternehmen, das 1902 in Oberlungwitz (Sachsen) gegründet wurde und auf Grund seiner Qualitätserzeugnisse bereits damals einen international anerkannten Ruf hatte, seinen Wiederaufbau in der Bundesrepublik nach dem Verlust der sächsischen Produktionsstätten abgeschlossen. Bisher musste die umfangreiche Produktion in Behelfsräumen vorgenommen werden. Besondere Anerkennung verdient, dass das Werk, das sich nach seiner Neugründung im Jahre 1950 wieder einen beachtlichen Marktanteil vor allem an Qualitätsherrensocken erobern konnte, den Wiederaufbau in der Hauptsache aus eigenen Mitteln finanziert hat.

Das Unternehmen beschäftigt heute rund 120 Arbeitnehmer und hat sich auf die Herstellung von Herrenkräuselkreppsocken und Damenperlonstrümpfen spezialisiert. Es war übrigens das erste Werk, das in Westdeutschland die Serienfabrikation von Kräuselkreppsocken für Herren aufnahm und mit ihnen auch gute Exporterfolge erreichen konnte. Das neue Fabrikgebäude enthält neben den reinen Fabrikationssälen, in denen modernste Cotton- und Strumpfstrickmaschinen aufgestellt sind, hoch ausgedehnte Büroräume und einen Gemeinschaftsraum. Die enge Verbundenheit zwischen Belegschaft und Unternehmer findet ihren besonderen Ausdruck in hervorragenden sozialen Leistungen und Einrichtungen, wie der jetzt abgeschlossene Wiederaufbau ein beredtes Zeichen tatkräftiger Unternehmerinitiative ist.



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Süd-Ost-Ansicht der Ecke Daimlerstrasse/Poststrasse. Links im Bild MotoMeter, Hersteller von Fahrzeug-Instrumenten. Im Zuge der Firmenerweiterung wurde das gegenüber liegende Gelände der Strumpffabrik Tauscher übernommen und ein Teil der Daimlerstrasse von der Stadt Leonberg abgekauft, um ein zusammenhängendes Firmengelände zu erhalten. MotoMeter ging später an Bosch über, die Produktion wurde im Anschluss verlagert.
Auf der rechten Seite im Bild ist die Firma Bothner Oberflächenbeschichtung angesiedelt.

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Ältere Produkte des Unternehmens.

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Ansicht aus Nord-Ost: Vorn links Bothner, nach rechts hin MotoMeter.

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Das selbe Areal aus nord-westlicher Ansicht einige Jahre später. Ganz links Bothner. Die Firma wurde später wesentlich vergrössert und hat sich auf die Beschichtung von Leichtmetallfelgen spezialisiert. Der Betrieb wurde von der Otto Fuchs KG übernommen, die unter anderem die legendären Fuchs-Felgen für Porsche herstellt.

MotoMeter hat sich erkennbar vergrössert und ganz rechts in halber Höhe ist das Dach und der Park der ehemaligen Tauscher-Villa zu erkennen.

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Ein Blick in die Fertigung bei MotoMeter.

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1960 zog MotoMeter von Stuttgart in die Glemsstadt um

Für Leonberg sprach der Grund und Boden

Der Automobilzulieferer soll 1992 zu 100 Prozent von der Robert Bosch GmbH aufgekauft werden

LEONBERG (ret) Als MotoMeter 1960 die Produktion von Stuttgart nach Leonberg verlagerte, da waren für diesen Schritt vor allem zwei Gründe ausschlaggebend: Zum einen reichte der Platz in der Landeshauptstadt nicht mehr aus, zum anderen hatte man Schwierigkeiten dort genügend Arbeitskräfte zu finden. Umworben wurde das Unternehmen seinerzeit nicht nur aus der Glemsstadt, so meldete man etwa auch aus Fellbach Interesse an. Für Leonberg sprach der Grund und Boden in der Daimlerstrasse, erläutert Rudolf Grauer, Abteilungsleiter für Öffentlichkeitsarbeit bei der MotoMeter. Er gehört zu den "alten Hasen" des 1912 in New York gegründeten Unternehmens. Seit 1954 ist Grauer bei MotoMeter beschäftigt. Praktisch auf der grünen Wiese errichtete man vor 32 Jahren ein neues Werk.   

Obwohl Daim1er Benz in Sindelfingen und IBM in Böblingen eine magnetische Wirkung auf, Arbeitskräfte ausübten und ausüben, "ging es in Leonberg ganz gut mit den Arbeitskräften. Moglicherweise hänge das damit zusammen, dass beim Automobilzulieferer MotoMeter überwiegend Frauen beschäftigt sind, gibt Grauer zu bedenken. Weibliche Arbeitskräfte zögen es in der Regel vor, einen Arbeitsplatz am Wohnort zu finden, So sind 75 Prozent der Beschäftigten im gewerblichen Bereich Frauen, mehr als die Hälfte (51,6 Prozent) sind ausländischer Herkunft.

Ausländische Arbeitskräfte spielten und spielen in dem Betrieb, der heute rund 1.400 Beschäftigte umfasst, eine wichtige  Rolle. In den 60er Jahren kamen sie Zug um Zug. "Häufig wurde auf Heimaturlaub durch Mund-zu-Mund-Propaganda weitergegeben, daß es bei MotoMeter Arbeit gibt", berichtet Grauer, "Wir haben teilweise sechs bis sieben Mitglieder einer Familie bei uns beschäftigt," Und an die Adresse derer gerichtet, die sich ausländerfeindlich äußern, meint Grauer: "Ohne die Ausländer steht bei uns die Fertigung."  

Als in den 60er Jahren die Bauknecht-Niederlassung in Welzheim geschlossen wurde, da reagierte man bei MotoMeter schnell, Man warb die Arbeitslosen aus Welzheim für MotoMeter an. Diese pendelten lange Zeit mit von MotoMeter gecharterten Bussen täglich nach Leonberg.

Stück für Stück wurde die Produktion von Stuttgart nach Leonberg verlagert. Das MotoMeter-Gelände in der Daimlerstraße wuchs in die Breite und in die Höhe. Da alles etwas "zusammengestückelt" wirkte, sprach man hausintern auch schon mal von den "Vereinigten Hüttenwerken". 1968 wurde dann auch der Stammsitz aus der Landeshauptstadt in die Glemsstadt verlegt, 1989/90 wurde die letzte Bauphase abgeschlossen, Jetzt kann MotoMeter nur noch in die Höhe wachsen.


Niederlassung in Portugal

Zu den Großkunden zählten in der Nachkriegszeit Ford und Opel (General Motors). Die beiden amerikanischen Konzerne errichteten jedoch im Lauf der Jahre eine eigene Fertigung für Kombinationsinstrumente ein, VW, BMW und Mercedes zählen heute zu den Hauptauftraggebern. Mit der MotoMeter-Niederlassung im portugiesischen Vila Real will man in den Automarkt auf der iberischen Halbinsel einsteigen, Man bemühe sich aber auch, mit ausländischen Automobilherstellern ins Geschäft zu kommen, Konkrete Gesprächsergebnisse gebe es aber noch nicht, erläutert Grauer. Der Wettbewerbsdruck in der Zuliefererbranche sei enorm gross. Gerade in Japan sitzt starke Konkurrenz, Aber auch im Inland wurde der Druck in den vergangenen Jahren größer, Gab es früher nur zwei Anbieter - MotoMeter und die VDO in Schwalbach - so habe man es durch den wachsenden Anteil der Elektronik bei den Kombinationsinstrumeten heute mit wesentlich mehr Unternehmen zu tun, Siemens oder AEG beispielsweise könnten mit ihrem Know-How auf dem Gebiet der Haushaltselektronik auch auf dem Feld der elektronischen Autoausrüstung bestehen, "Jeder, der auf dem Gebiet der Elektronik präsent ist, kann heute als Zulieferer auftreten."  

Als Zulieferer ist MotoMeter von der Entwicklung der Automobilbranche abhängig. Sie gibt om Prinzip durch das Auftragsvolumen den Umsatz vor, "Flexibilität ist oberstes Gebot" für einen Zulieferer, weiss Grauer. Mal wird dieses Modell verstärkt gebaut mal steigt die Nachfrage nach Cabriolets,

Zwang zur Innovation


Da sich die Intervalle, in denen neue Autotypen auf den Markt kommen, von früher sieben bis acht Jahren in der Zukunft verkürzen werden, steigt auch Zwang zu technischen Innovationen für die Zu1iefererindustr1e. Das finanzielle Rückgrat wird  dadurch ziemlich strapaziert, befurchtet Rudolf Grauer.

Erstmals seit. 1977, dem Jahr, in dem MotoMeter  in eine Aktiengesellschaft umgewandelt wurde, machte man 1991 trotz Umsatzerhöhung Verluste. Die wesentlichen Ursachen für die Verluste sind nach Auskunft des Unternehmens der anhaltende Preisdruck, weiter steigende Personalkosten und Belastungen aus der Umstellung auf neue Erzeugnlsse. Der Fehlbetrag beläuft sich auf 9,1 Millionen Mark.

Seit einem Jahr gehören 98 Prozent der MotoMeter-Aktien der Robert Bosch GmbH. Der schwabische Konzern will auch die restlichen zwei Prozent erwerben.
Die Hauptaktionärin wird den Minderheitsaktionären auf der Hauptversammlung am 6, Juli ein Kaufangebot von 615 Mark je Aktie unterbreiten, Die 100prozentige Beteiligung der Bosch GmbH, die als sehr wahrschenlich gilt, hätte die Auflösung der MotoMeter AG und die Einbindung in den Bosch-Konzern zur Folge. Eine neugegründete 100prozentige Tochtergesellschaft von Bosch soll den gesamten Geschäftsbetrieb der MotoMeter AG erwerben, alle Mitarbeiter übernehmen und anschliessend in MotoMeter GmbH umfirmieren.

Aus der Sonderbeilage der Leonberger Kriezeitung anlässlich des 40jährigen Bestehen des Bundeslands Baden-Württemberg im Jahr 1992.


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Ganz links: Seit 1963 befindet sich die METDRA Metall- und Drahtwarenfabrik GmbH in Leonberg-Eltingen in der Dieselstrasse. Hergestellt werden Metall- und Drahtwaren, unter anderem auch Aussenmöbel.

In Bildmitte und rechts die Gebäude der Firma Eltinger Metallwaren. Das Fertigungsprogramm umfasste unter anderem Haushaltsutensilien.


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Febronalin, ein Produkt von Dr. Wider Arzneimittel aus den 1950er Jahren.

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Südfront zur Brennerstrasse.

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So sieht es beim mechanisierten Pillendreher aus: Dragierkessel.

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Noch ein Produkt des Arzneimittelherstellers.


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Neubau n der Brennerstrasse.

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Aus der Luft gesehen.

Dr. Wider & Co., Chemisch-pharmazeutische Erzeugnisse, Leonberg
Gegründet 1933 von Dr. med. August Wider, Dipl.-Kfm.Wolfgang Wider und Helmut Koepf; 1939 trat als weiterer Gesellschafter Georg Koepf in die Firma ein. Das Herstellungsprogramm umfasst Herstellung und Vertrieb in- und ausländischer pharmazeutischer Präparate sowie die Lohnherstellung von Tabletten und Dragées.
Das junge Unternehmen entwickelte sich aus kleinen Anfängen durchaus befriedigend; von Jahr zu Jahr wurden steigende Umsätze erzielt. Zunächst wurden verschiedene Arzneimittel selbst hergestellt. 1938 kam auch der Vertrieb von Arzneimitteln anderer Hersteller hinzu. Nach dem Kriege wurde die Abteilung zur Lohnherstellung von pharmazeutischen Zubereitungen für dritte Firmen zunehmend ausgebaut; zu ihren Kunden zählen viele bedeutende in- und ausländische Firmen.

Die Betriebsräume befanden sich früher in der Stuttgarter Strasse. Im Laufe der Jahre übernahm man mietweise eine Anzahl von Räumen in der näheren und weiteren Umgebung, bis endlich im Jahren 1956 mit dem Bau des neuen Betriebsgebäudes in der Brennerstrasse begonnen werden konnte. Dies führte zu einer Erweiterung der Produktion, zu wesentlicher Vergrösserung des Kundenkreises im In- und Ausland und zu wichtigen neuen Geschäftsverbindungen. 16 Vertretungen mit Fabriklagern pflegen vor allem das Apotheken- und Drogeriegeschäft im ganzen Bundesgebiet und West-Berlin.

Aus dem Buch "Heimat und Arbeit - Der Kreis Leonberg" von 1964.


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Kreuzung Brennerstrasse/Poststrasse im Jahr 1964. Ganz oben links die Brillenfabrik Optura, darunter Dr. Wider Arzneimittel, rechts davon Getränke Artner, Kohlen Ziegler, die Tankstelle Florian Klimesch und darüber an der Poststrasse die Schlosserei Hermann Mörk.


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An der Römerstrasse wechselt die in Nord-Süd-Richtung führende Strasse ihren Namen. Im oberen linken Bildteil sind die Nast-Firmengebäude an der Stohrerstrasse gelegen. Direkt an der Kreuzung steht das Schuhhaus Bayer. Aus der Hindenburgstrasse biegt gerade ein Bus der SSB in die Römerstrasse ein. Rechts oben ist die Gerhart-Hauptmann-Strasse zu sehen.


Eisenwaren Gottlob Nast. Das neue Fabrikgebäude ist herausgewachsen aus dem ehemaligen Handwerksbetrieb der Nagelschmiede in der Vorstadt.

Aus "Leonberg - ein Heimatbuch" von Eugen Wendel 1949

Gottlob Nast GmbH. Eisenwarenfabrik, Werkzeugbau. Feuerverzinkerei, Stohrerstrasse 45. Der Betrieb wurde eingestellt, die Firmengebäude abgetragen.

Direkt an der Kreuzung Stohrerstrasse/Römerstrasse liegt das Schuhhaus Bayer.

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Leider etwas abgeschnitten, die Firma Nast in den 1960er-Jahren.


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Drive-in gab es in Leonberg schon 1966: Der Autoschalter der Volksbank in der Römerstrasse.




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Opel Höschele an der Kreuzung Eltinger Strasse/Römerstrasse, hier steht jetzt die Römergalerie.

Auto-Höschele oHG, Opelspezialbetrieb, Leonberg
Gegründet 1925 als Fahrschule und Maschinenverkauf von Richard Höschele. 1928 wurde eine Tankstelle angeschlossen. Nach dem Kriege Errichtung eines Tankstellenneubaus mit Wagenpflegestation, dem 1948 eine Werkstatt angegliedert wurde. 1952 Übernahme der Opel-Vertretung. Der wachsende Umfang des Betriebes machte 1958 eine Erweiterung von Büros, Fahrschule, Lager und Ausstellungsräumen und den Umbau der Tankstelle notwendig. Aber schon 1962 erwiesen sich sich auch die Werkstatträume zu klein, so dass ein dreigeschossiger Neubau errichtet werden musste, der allen Anforderungen gerecht wird, die heute an ein modernes Autohaus gestellt werden. - Der Betrieb wird heute von den zwei Söhnen des Gründers geführt.

Aus dem Buch "Heimat und Arbeit - Der Kreis Leonberg" von 1964.


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1932: Das Gipswerk Eppinger & Schüle an der Römerstrasse.

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Dieser Ausschnitt aus einem alten Lageplan verdeutlicht, wie der Güterumschlag vonstatten ging, die Schmalspurgleise sind rot eingezeichnet. Der in der Karte als Rollbahn bezeichnete Feldbahnzug folgte beinahe bis an die Einmündung in die Bahnhofstrasse dem Verlauf der alten Römerstrasse, um dann in einem sanften Bogen nach links abzubiegen. Parallel zu den Bahngleisen gelangte der kleine Zug an eine westlich vom alten Bahnübergang gelegene Lagerhalle. Hier wurden die Gipsbahngleise zweispurig, damit die Lok die beladenen Waggons stehen lassen und ohne Wartezeit mit entladenen Wagen für die nächste Fuhre zurückkehren konnte. Eigens für das Gipswerk hatte die damalige Reichsbahn ein Verladegleis gebaut, das hier ebenfalls rot eingefärbt ist.


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Teile des Gips-Abbaugeländes zwischen Römerstrasse, Berliner Strasse und Leonberger Strasse (unten links) sind heute in den Stadtpark integriert.

Leonberger Gipswerke, gegründet 1895. Den Familien Eppinger gelang es, durch Fleiss und Unternehmensgeist ein führendes Werk der Baustoffindustrie mit moderner Betriebsweise aufzubauen.

Aus "Leonberg - ein Heimatbuch" von Eugen Wendel 1949

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Der in Papiersäcke verpackte fertige Gips gelangte mit dieser Kleinbahn entlang der Römerstrasse zu einer eigenen Abladestelle entlang der Eisenbahnstrecke. Leider scheint es nur diese einzige Aufnahme von dem berühmten "Gipsbähnele" zu geben.

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Das Areal des Gipswerks um 1957.


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Gasolin-Tankstelle und Auto Union/DKW-Vertretung Mitter an der Ecke Leonberger Strasse/Bismarckstrasse.


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Die Eltinger Brauerei Kirchner. Das stattliche Brauereigebäude hätte ein besseres Schicksal verdient als die Abrissbirne. Aber einige Erinnerungsstücke haben überdauert.

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Den Verfasser dieses Reims darf man wohl als Gerstensaft-Lyriker bzeichnen.

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Bierbrauerei Kirchner. Angesehenes Unternehmen, das mit der Qualität der Kirchner-Biere den Grossbrauereien standhalten konnte.

Aus "Leonberg - ein Heimatbuch" von Eugen Wendel 1949

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VW-Staudt in den frühen 1950er-Jahren.

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Unten in Bild sehen wir die Glemseckstrasse, den westlichen Teil der früheren Autobahn-Aus- und Einfahrt, die Autobahn in Richtung Engelbergtunnel sowie rechts Teile der Ramtel-Bebauung. Unten in Bildmitte ist der 1961 errichtete Neubau von VW-Staudt zu erkennen. Weiter oben sind weitere Neubauten zu sehen, die Alte Ramtelstrasse endet in unbefestigten Wegen.


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Der im Text unten genannte Wagenpflege-Neubau mit den zeittypischen bunten Fliesen und hochmodernen Sektionaltoren im Jahr 1955.

Auto-Staudt, Heinrich Staudt und Söhne, Leonberg-Eltingen
Gegründet 1925 von Heinrich Staudt. Handel mit Volkswagen, Reparatur und Wagenpflege, Lackiererei und Sattlerei sowie Tankstelle. Wichtige Daten aus der Firmengeschichte: 1949 Vertragswerkstatt und 1952 Volkswagenhändler. In den Jahren 1953 bis 1958 entstand auf dem Betriebsgelände Glemseckstrasse 39 ein Wagenpflege-Neubau; durch Umbau und Anbau an die bestehenden Gebäude wurde Platz geschaffen für Ersatzteile-Lager, Büro, Ausstellung, Aufenthalts- und Waschraum. Im Dezember 1961 konnte in der gleichen Strasse der auf der Abbildung gezeigte Neubau bezogen werden.

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Aus dem Buch "Heimat und Arbeit - Der Kreis Leonberg" von 1964. Der Betrieb wurde 2001 an die Firma Weeber verkauft.


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BMW-Vertretung Scheck in der Alten Ramtelstrasse etwa 1972. Der Betrieb wurde unter dem neuen Besitzer Hohmann hier weitergeführt.

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Gegenüber der Mietwerkstatt war die Firma Wankmüller beheimatet, Bosch-Dienst und Omnibus-Betrieb. Rechts davon die Anfänge von Rolladen-Frey.


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Ein Platz für Selberschrauber am Auto: Peter's Auto-Hobby-Mietwerkstatt in der Alten Ramtelstrasse. Auch VW-Busse wurden hier zu Camping-Mobilen ausgebaut.

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Im Hintergrund das Gebäude der Pressluft Zentrale. Es ist heute in den Komplex der BMW-Vertretung Müller (früher Veyle) integriert, im Zuge neuer Strassenführung hat sich die Adresse in Berliner Strasse geändert.


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Eine 1950 ausgestellte Rechnung der 1949 gegründeten Schuhfabrik Sauerwein OHG in Eltingen. Leider ist die Anschrift nicht angegeben.


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Ebenfalls ohne Anschrift ist dieser Beleg von 1939 der Max Wiedner, Fabrik chemisch technischer Produkte in Eltingen.


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Die Zweigstelle der Volksbank Leonberg in der Breslauer Strasse um 1970.


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Nachdem sich das Hotel Eiss 1951 als erstes in der Neuen Ramtelstrasse angesiedelt hatte, folgte kurze Zeit später die Glemstalgarage Willi Staudt. Wir sehen rechts die Neue Ramtelstrasse. Das Areal ist heute teilweise mit Wohnhäusern überbaut. Das Buch "Heimat und Arbeit - Der Kreis Leonberg" von 1964 weiss nur wenig hiervon zu berichten:

Glemstalgarage Willi Staudt, Leonberg-Ramtel
Daimler-Benz-Vertretung, Esso-Station. Reparaturen und Abschleppdienst. An der Autobahnausfahrt Stuttgart W Leonberg-Eltingen gelegen. Tel. 8160.

Wahrscheinlich wurde der damalige Chronist als lästiger Fragesteller mal kurz abgespeist. Als Vertreter der Marke mit dem Stern war man seinerzeit ja schliesslich auch nicht in der Not, Fahrzeuge verkaufen zu müssen, sondern man verteilte sie huldvoll unter den in Sachen Lieferfrist leidensfähigen Kaufwilligen.


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Adolf Gramm Metallveredelung an der Neuen Ramtelstrasse. Der Betrieb wurde verkauft und abgewickelt, die Gebäude sind abgerissen.


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Renommierte Industrie im Ramtel: LEWA Dosierpumpen, heute unter neuen Eignern, aber noch am alten Standort.


LEWA Herbert Ott KG, Leonberg
Gründungsjahr: 1952 - Gründer: Herbert Ott und Rudolf Schestag. Das Unternehmen befasst sich mit der Entwicklung, dem Bau und dem Vertrieb von Dosierpumpen einschliesslich regeltechnischer Anlagen. Haupteinsatzgebiete dieser Erzeugnisse: Chemische und Mineralöl-Industrie, Wasseraufbereitung, Nahrungsmittel-, Papier- und Zellstoff-Industrie sowie Kerntechnik. LEWA konnte in der verhältnismässig kurzen Zeit seit der Firmengründung eine ausgesprochene Spitzenstellung auf dem Flüssigkeitdosiergebiet erringen. Die Erzeugnisse des Unternehmens fanden weiteste Verbreitung und erfreuen sich wegen ihrer technische Qualifikation und Solidität eines ausgezeichneten Rufes.

Das Unternehmen wurde zunächst als Ingenieur-Büro gegründet. Sämtliche Fertigungsarbeiten gingen ausser Haus; erst später wurde nach und nach die Montage und ein kleiner Teil der Fertigung in eigene Regie genommen. Besonders ausgebaut wurde der Versuch sowie die firmeninterne Forschung und Entwicklung. Ende 1959 schied der Mitbegründer Schestag aus bei gleichzeitiger Umwandlung des Unternehmens in eine Kommanditgesellschaft. 1961 konnten die vorher im Stadtgebiet verstreuten Betriebsstellen auf werkseigenem Gelände in Neubauten zusammengefasst werden. Das Unternehmen unterhält vertraglich verpflichtete Vertretungen an allen wichtigen Plätzen des In- und Auslandes einschliesslich Übersee. Ein erheblicher Prozentsatz des Gesamtumsatzes entfällt auf den Export nach west- und osteuropäischen Ländern sowie nach Amerika, Afrika, Japan und Indien.

Aus dem Buch "Heimat und Arbeit - Der Kreis Leonberg" von 1964


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In diesem Werk in der Otto-Hahn-Strasse wurden Wasserzähler hergestellt. Für absolut gleichmässigen Wasserdruck verfügt das Gebäude über einen eigenen Wasserturm.

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Andrae & Co. Eingangsseite und noch einige Gebäudeansichten.

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Nach Verkauf des Unternehmens in den 1990er-Jahren wurde der Betriebssitz verlegt.


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Das grosse Gebäude etwa in Bildmitte an der Böblinger Strasse war der Sitz von Wennberg Bucheinband. Es ist dem Octogon gewichen, die Buchbinderei ist nach Vaihingen/Enz umgezogen.



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Ganz links sehen wir die Renninger Strasse, im Gebiet Niederhofen ist eifrige Bautätigkeit zu erkennen. Die Trennung zwischen Niederhofen und dem Hertich bildet die Glems, zu der die Hertichstrasse parallel geführt ist. Diagonal durch das Bild verläuft im unteren Bereich die von Karlsruhe kommende Autobahn. Noch ist vom künftigen Industriegebiet Hertich so gut wie nichts zu erkennen, bis auf die drei nahe der Renninger Strasse gelegenen Autofriedhöfe. Das übrige Gelände und die wenigen Gebäude werden landwirtschaftlich genutzt.

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Die Fabrikhalle der LEO Kunststoffprofile® im Gewerbegebiet Hertich.

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Hier sehen wir den westlichen Bereich des Hertich mit Südrandstrasse und der Autobahn Stuttgart-Karlsruhe.

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Kreuzung Renninger Strasse/Südrandstrasse um 1995.


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Um 1957 wurde sie noch eifrig genutzt: Die Dreschhalle. Davor liegt hoch aufgetürmt das Stroh.

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Auf DKW folgte Audi NSU, das Autohaus Mitter zog von der Leonberger Strasse ins Hertich um. Der Betrieb ging später nach Böblingen, hier folgte das Autohaus Lang, heute ist an dieser Stelle Weeber vertreten.

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Der östliche Teil des Industriegebiets Hertich. Links die Bruckenbachstrasse, oben die Mollenbachstrasse und unten die Hertichstrasse. Die Glems bildet die natürlliche Grenze zum Gebiet Niederhofen.





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Der Chronist.


Teil 6 wird laufend ergänzt, bitte beachten Sie unsere Rubrik "Letzte Änderungen" auf der Startseite. Und besuchen Sie uns bald wieder.


In Teil 7 haben wir einiges über die Entstehung der Autobahnen rund um Leonberg zusammengetragen. Begleiten Sie uns doch bitte.

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