Startseite Restaurierung Beinahe ein Sturmopfer - die Mühlenscheune

Beinahe ein Sturmopfer - die Mühlenscheune

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Das Pferdefuhrwerk wurde nicht mehr zum Ausfahren von Mehl benötigt, der Kuhstall in der Scheune war verwaist. Umgeben von Federvieh diente die Mühlenscheune nur noch als Lagerraum.

Noch während der Restaurierung des Mühlengebäudes verschlechterte sich der Zustand der Scheune dramatisch – Sturm "Lothar" trug das Seine dazu bei.

Elementare Bedrohung der Gebäudesubstanz: Der Schwellenbalken auf der Westseite hat nachgegeben und die darüber liegenden Gefache ausbrechen lassen.

Der Schiefstand der Giebel nahm dramatische Größenordnung an. Notreparaturen sollten die akute Einsturzgefahr bannen. Diese Maßnahme konnte jedoch nur aufschiebende Wirkung haben.


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Stiftung Denkmalschutz und Landesdenkmalamt reagierten glücklicherweise schnell mit finanzieller Unterstützung, so dass die sofort eingeleiteten Restauraurierungs-Massnahmen schlimme Folgen verhindern konnten.

Mit mehreren Flaschenzügen mussten die Giebel wieder senkrecht gestellt werden.

Die Massnahme wurde so vorsichtig durchgeführt, dass 90 Prozent der originalen Ausfachungen erhalten werden konnten. Neue, zusätzliche Aussteifungen verhindern heute eine Gefährdung der Substanz.


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Vorbereitungen zum Einsetzen eines neuen Schwellenbalkens auf der Westseite.

Besonderen Charme erhält dieses Gebäude durch die Handform-Ziegel aus der originalen Deckung der Scheune sowie aus den Rest-Ziegeln der Mühle.


Die seither weniger beachtete Scheune rundet den historischen Gesamtcharakter des Mühlen-Ensembles auf ungewöhnlich harmonische Weise ab.

Nach der Restaurierung beherbergt die Scheune im Erdgeschoss einen attraktiven Raum, der die gesamte Grundfläche des Gebäudes einnimmt. Der neue, ebene Bodenbelag aus Klinkersteinen passt ausgezeichnet zum Gesamtbild und macht eine Nutzung des Raumes ist in fast jeder Hinsicht möglich.