Startseite Restaurierung Der historische Backofen der Lahrensmühle

Der historische Backofen der Lahrensmühle

Drucken



alt


Das tatsächlliche Alter des Ofens ist nicht mehr zu bestimmen, doch liegt die Vermutung nahe, dass er der Wankmüller-Ära entstammt und damit wesentlich älter als 100 Jahre ist. In dieser Zeit finden wir in den Archivalien den Eintrag "Heinrich Gottlieb Wankmüller, 21.02.1826 bis 11.07.1874, letzterer Bäcker in Eltingen", siehe Die Geschichte der Lahrensmühle. Dies erklärt auch die ungewöhnlich grosse Dimensionierung des Ofens.


1997 fiel die Bestandsaufnahme der Substanz des Ofens ernüchternd aus: Das Schamottstein-Gewölbe war im hinteren Bereich des Ofens eingesunken. Das linke "Lager", auf dem das Gewölbe ruht, war durch Wassereinbruch über den defekten Kamin nicht mehr tragfähig. Gleiches galt für die gemauerten Rauchzüge, die in sich zusammengebrochen waren.

alt

alt


Der Rat des Fachmanns zielte auf einen Neuaufbau des Ofens, was jedoch schon aus finanziellen Gründen völlig ausgeschlossen war. Also war wieder einmal Eigeninitiative gefragt: Die einzige Rettungschance lag in der Amputation, und so wurde das hintere Drittel des ohnehin viel zu grossen Ofens komplett abgetragen.

alt


Der vordere Teil schien rettbar. Lediglich für das linke Gewölbelager – nun von hinten gut zugänglich – war Ersatz notwendig. Mit einfachsten Mitteln (einem hydraulischen Wagenheber) konnte das Gewölbe im hinteren Bereich aufgerichtet und stabilisiert werden.

alt

Neu aufzubauen waren natürlich die hintere Ofenwand und die ohnehin maroden Rauchzüge.

alt


Hier frisst nicht etwa der Hexenofen die alte Hexe,

alt

sondern ein beherzter Helfer nimmt sich die Innenverfugung der hinteren Ofenwand vor.

alt


Ein neuer Edelstahlkamin vom Profi, der die Arbeiten dankenswerterweise beratend begleitet hat, rundet den Wiederaufbau ab.

alt

alt


Dieser Ofen wird vor dem Backen direkt im Backraum mit Holz aufgeheizt. Die dabei entstehende Hitze erwärmt die Schamottsteine des Ofens, wobei die Oberhitze grösser als die Unterhitze ist. Bei dieser Form des Backens bilden sich an der Oberfläche des Gebäcks Röst- und Geschmacksstoffe, die Feinschmecker besonders schätzen.

alt

Das Ergebnis kann sich sehen und vor allem riechen lassen: Unvergleichlich duftendes, frisches Holzofenbrot.

alt

Traditionell zum "Tag des offenen Denkmals" wird der wieder hergestellte Ofen angefeuert, um die Besucher mit leckerem Gebäck zu verwöhnen. Wenn Sie Ihr besonderes Fest in der Lahrensmühle feiern wollen, kann der Backofen auf Wunsch ebenfalls mit einbezogen werden, siehe Feiern Sie Ihr besonderes Fest in der Lahrensmühle.