"Internationaler Tag des offenen Denkmals" 2000

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Sonntag - 10. September


650 Jahre Lahrensmühle

Aus Anlass des 650-jährigen Bestehens des Kulturdenkmals “Lahrensmühle” wurden die in grosser Zahl gekommenen Besucher mit der wechselvollen Geschichte dieser letzten originalen Getreidemühle im Landschaftsschutzgebiet “Oberes Glemstal” vertraut gemacht. Das umfangreiche Programm beschäftigte sich mit Geschichte, Technik, Restaurierung, Kunst und Theater.

Eine Einführung in die Historie erfolgte anhand von Schautafeln und fachkundigen Informationen durch Frau Bernadette Gramm (Archivarin der Stadt Leonberg). Für die Vorstellung der Mühlentechnik war Herr Ralf Spicker (Technikhistoriker) zuständig, der zur großen Begeisterung der Zuschauer die wieder auf Vordermann gebrachten alten Maschinen in Aktion zeigen konnte. Es war ein eindrucksvolles Erlebnis, wie das ganze Gebäude durch die ratternde und rüttelnde alte Mechanik zum Erbeben gebracht wurde.

Die zahlreichen Fragen der Besucher zur gelungenen Restaurierung des Mühlengebäudes konnten Frau Christa Strecker (Denkmalbehörde), Herr Jürgen Ziegler (Zimmermann) sowie die Architekten Herr Peter Schell und Herr Pulm kompetent beantworten.



Das Buch zur Mühle

Debüt hatte auch das Buch "des Laarins Mülin" der Autoren Thomas Haeberle und Volker Trugenberger, das einen minutiös recherchierten Abriss der Geschichte der Lahrensmühle von 1350 bis heute zum Thema hat.



Bilderausstellung von Barbara Steegmüller

Zum Thema "Kunst und Lahrensmühle" stellte die vielseitige Magstadter Malerin Barbara Steegmüller ihre Eindrücke rund um das Thema "Lahrensmühle" in einer Ausstellung von Bildern unterschiedlichster Techniken vor.Barbara Steegmüller war schon in der Schule vom Zeichnen und Malen begeistert. Ihre Zeichenlehrer brachten ihr die perspektivisch exakte Darstellung einschliesslich des Lichteinfalls bei. Doch anstelle eines Kunststudiums musste sie als Zeichnerin im Vermessungsamt ihr Geld verdienen. Die Malerei wurde zum Ausgleich. Grundlagen in verschiedenen Techniken und Stilen erwarb sie in der Volkshochschule, auf Reisen übte sie das Wahrnehmen sowohl der Natur als auch von Gebäuden. Weitergebildet hat sie sich durch Kurse u.a. an der Europäischen Kunstakademie in Trier.



Sketche von “Schwätz raus”

Im Sportverein SV Gebersheim ist wie in anderen Vereinen auch anfang der siebziger Jahre eine Theatergruppe entstanden, die immer zur Jahresabschlussfeier ihr Theaterstück vorgeführt hat. Daraus entstand Anfang 1991 ein eigener Verein namens "Schwätz raus". Zum Ausklang des Denkmaltags traten die Mitglieder dieser Mundart-Theatergruppe im voll besetzten Mühlenraum mit einem speziell zusammengestellten Programm von Sketchen auf. Die einmalige Atmosphäre inmitten der historischen Müllereimaschinen in Verbindung mit dem heiteren Programm werden den begeisterten Zuschauern ein unvergessliches Erlebnis bleiben.