Samstag 11. Juni 19.30
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"Grosse Pause"Eine kabarettistische abendfüllende Schulveranstaltung Munz und Ruppenthal, zwei verbeamtete Kabarettisten, die auch auf der Bühne nicht aus ihrer Haut können. Sie machen Unterricht. Der zu unterrichtende Teil sitzt im Publikum und darf das machen, was die Klasse sonst auch macht: zuhören, schwätzen, schlafen oder gleich daheim bleiben. Letzteres wäre allerdings schade, denn diese spritzige und musikalische Schulveranstaltung hat es in sich. Oder wissen Sie noch, was die Gitterstäbe in Rilkes Gedicht „Der Panther“ symbolisieren, welches „les trois Nasalvokale“ im Französischen sind, wie die Euroumstellung den Matheunterricht beeinflusst und warum gemischte Duschen im Sportunterricht schulrechtlich bedenklich sind? Oder wollten Sie nicht schon immer mal wissen, wie Schulnoten wirklich zustande kommen, worüber eine Lehrerkonferenz so entscheiden muss und was sich die Kollegen in der kleinen Pause beim Pinkeln zu sagen haben? Munz & Ruppenthal unterrichten Sie ! Munz, 1969 geboren in Böblingen. Schulzeit und Studium in Tübingen. Seit 1999 Lehrer für Deutsch, Germanistik und Französisch, erst in Mengen, seit 2005 in Rottenburg am Neckar. Ruppenthal, 1973 geboren in Saarbrücken. Mit 5 Jahren ins badische Pfullendorf gezogen worden. Studium in Konstanz. Seit 2001 Lehrer für Physik und Mathematik am Gymnasium Ehingen. Spielte bereits in der Vorschule einen der sieben Zwerge, später auch einen Raben. Erste Kabarettversuche während der Schulzeit, dann - als studienverlängernde Maßnahme – am Unitheater und in der Improgruppe TmbH (Theater mit beschränkter Hoffnung) als Schauspieler, Musiker und Beleuchter geschauspielert, musiziert und beleuchtet. Daneben 5 Jahre die Tasten in einer Big Band bedient und mit dem Folkduo „Martin & Martin“ Furore hätte machen wollen. Veranstalter |
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| Ein Unterricht der besonderen ArtVon Rainer Enke (Leonberger Kreiszeitung 14.06.2011) | ||
Sonntag 12. Juni 19.30
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"Philemon und Baucis"Ein Schattenspiel frei nach Ovid (Metarmorphosen, 8. Buch) Konzeption, Bühne + Spiel: Adelheid Kreisz Veranstalter |
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| Die Akteure leuchten jetzt farbigVon Gabriele Müller (Leonberger Kreiszeitung 08.06.2011)Korntal/Leonberg Die Schattenspielerin Adelheid Kreisz schickt auf poetische Weise die Fantasie auf Reisen. Adelheid Kreisz' Liebe zu den Schatten hat schon früh begonnen: "Als junges Mädchen habe ich von meinem Vater ein Buch über die "Tropeninsel Java" geschenkt bekommen. Darin kam auch etwas über das Schattenspiel vor", erinnert sie sich an die erste Begegnung mit dieser Kunst, die in Indonesien und China eine jahrhundertelange Tradition besitzt. Doch ehe die in Stuttgart-Feuerbach geborene und an der Stuttgarter Kunstakademie bei Christoff Schellenberger ausgebildete Puppenspielerin 1996 ihre eigene Bühne, das Schattentheater "Cadrage" gründete, hatte sie schon Einiges ausprobiert: Zum Beispiel hatte sie Operninszenierungen an der Stuttgarter Staatsoper ausgestattet. Für eine kleine Szene im "Freischütz", der gerade wieder auf dem Spielplan steht, hat sie Handpuppen gemacht, mit denen sie auch spielt. Wer das kleine Studio im Souterrain ihres Häuschens betritt, wird gleich gefangen genommen von der weißen Opera-Leinwand, die hervorsticht aus ein Vielzahl kleiner und größerer Utensilien, die offensichtlich zur Herstellung der Figuren verwendet werden: Leisten und Rundhölzer in verschiedenen Größen, Kästen mit Schrauben und Dekorationsmaterial, Kleber, Scheren, Schraubzwingen, Hämmer und ein Bohrer. Und natürlich fertige Figuren und solche, die im Entstehen sind. Obwohl sie viele im Lauf der Jahre weggeworfen hat, besitzt noch um die 300 Stück. Angefertigt werden sie mit viel Liebe, Sorgfalt und Fantasie aus Folie oder aus Papier. Das bearbeitet die Künstlerin selbst mit Wasser und Leim, damit es transparenter und stabiler wird. Die einzelnen Gliedmaßen der Figuren werden dann mit Drachenschnur verbunden und schließlich an Schweißstäben befestigt. Deren Spitzen schmiedet die zierliche Frau selbst flach und biegt sie dann, wie sie sie braucht. Manche Figuren bekommen Griffe; andere, die zumeist zu größeren Figurengruppen gehören, nicht. "Wenn ich nah an der Leinwand bin, werden die Figuren groß und deutlich. Bin ich weiter weg, werden sie kleiner und unschärfer", erläutert die Künstlerin. Erstaunlicherweise sind alle aktuellen "Akteure" farbig: Dafür hat sie die transparente Beleuchtungsfolie mit Tusche koloriert. Das war nicht immer so: "Früher habe ich viel Schwarzweiß gemacht." Hinter der Leinwand ist eine Konstruktion mit Röhrchen, in die unbenutzte Figuren vorübergehend hineingesteckt werden können. Adelheid Kreisz spielt alleine. Hinter der Leinwand jedenfalls. Schon lange hat sie für ihre eigenen Inszenierungen immer Musiker, die zur Bewegung ihrer Schatten improvisieren. Lange Jahre war der Saxofonist Frank Kroll ihr Partner. Bei "Philemon und Baucis" ist es Harald Schneider, der sie mit Saxofon und Monochord begleitet. Die Geschichte nach den Versen des römischen Dichters Ovid erzählt von einem älteren Paar, das aufgrund seiner selbstverständlichen Gastfreundschaft von den Göttern den Wunsch erfüllt bekommt, gemeinsam sterben zu dürfen. Verwandelt in eine Eiche und eine Linde leben sie aber weiter. | ||||
Sonntag 12. Juni / Montag 13. Juni
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Ein Künstler zu Gast in der Lahrensmühle
In Zusammenarbeit mit der Gallery Irmgard Heyd präsentierten wir in der Lahrensmühle eine Ausstellung von und mit Markus Leuze
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| Markus Leuze, geboren 1964 in Pully (Schweiz), studiert Kunst in Nürtingen, Düsseldorf und Amsterdam.
Aus der Skulptur kommend, entstanden Anfang der 1990er Jahre die ersten Reliefbilder, die mittlerweile aus Dispersion, Harz und Acryl auf Nessel entstehen. Aber auch Leucht-/Lichtstelen auf Plexiglas gehören zum Schwerpunkt seiner derzeitigen Arbeit.
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Montag 13. Juni 18.00
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"Lyrik und Dynamik"Jazz und Lyrik in der Lahrensmühle es spielte die Band "New Gate" mit:
Annette Maye – Klarinette & Bassklarinette
Andreas Erchinger – Piano und Keyboards
Rolf Breyer – Kontrabass & E-Bass
Dani Schay – Schlagzeug & Percussion Den Jazzpianisten Andreas Erchinger kennt man vom Cécile Verny Quartet, die Klarinettistin Annette Maye vom Ensemble FisFüz , den Bassisten Rolf Breyer von der Ska-Band The Busters. Dazu der Drummer Daniel Schay, und fertig ist die neue Band New Gate mit einem Sound zwischen lyrischem Jazz und dynamischer Weltmusik." (Thomas Steiner, BZ) "Erchinger und Co. machen Musik, die voller ästhetischer Ansprüche steckt, aber dennoch unweigerlich in die Beine geht; es ist Musik, die zärtlich-lyrisch Klänge verbindet mit fein austarierten Improvisationen." (Friedhelm Schulz)
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| Dichte Stimmungsbilder aus Klang und MusikVon Gabriele Müller (Leonberger Kreiszeitung 16.06.2011)Leonberg Die Lyrik hat sich beim Konzert des Jazz-Ensembles "New Gate" nur indirekt gezeigt. Der Warmbronner Dichter Christian Wagner hat nicht selten sein Korn zum Mahlen in die Lahrensmühle gebracht. Und während er dann wartete, fielen ihm so manche schönen Zeilen ein, die immer wieder Musiker inspiriert haben. Das ausverkaufte Konzert am Montagabend, das die Christian-Wagner-Gesellschaft beim Kulturpfingsten in der Lahrensmühle schon traditionell unter dem Motto "Jazz und Lyrik" organisiert, war allerdings instrumental. Um der Poesie auf die Spur zu kommen, bedurfte es ein wenig Fantasie. Die Musik des Quartetts "New Gate" lässt sich in keine Schublade stecken. Sie erinnert manchmal an coolen West-Coast-Jazz, dann besitzt sie wieder das exotische Flair von Welt-Musik oder die anarchistische Unbekümmertheit freierer Jazzformen. Eines ist den Kompositionen von Andreas Erchinger und Annette Maye jedoch immer gemeinsam: Sie sind stets sehr dicht und stimmungsvoll. Und das wiederum verbindet sie mit der Lyrik, deren Eigenheit es ist, durch den Zusammenklang der Worte und die mitschwingenden Assoziationen dichte Stimmungsbilder zu weben, deren Inhalt sich nicht immer präzise in sachlichen Worten wiedergeben lässt. Konkret war am Montagabend allerdings nur bei zwei Titeln die Inspiration zum entsprechenden Instrumentaltitel ein Gedicht: Einer davon war "Soft Snow", komponiert von Erchinger, der sich auf Verse von William Blake bezieht und mit leisen, tiefen Klarinettentönen (Annette Maye), sachten Jazzbesen (Drums: Dani Schay), weichen Klavierakkorden (Andreas Erchinger) und einem sanften Kontrabass-Solo (Rolf Breyer) eine introvertierte, angenehm schwermütige Atmosphäre entstehen ließ. Die Zugabe "It could have been a lonely night", angeregt durch Zeilen der afrikanischen Dichterin Minji Karibe, besaß einen noch stilleren, balladenhaften Charakter. Energiereich und geschmeidig war der Klang der meisten anderen Kompositionen ohne lyrische Grundlage - und oft voller Humor. "Stolen in Vienna" zum Beispiel, mit dem sie den Abend einleiteten. Das Thema hatte Erchinger bei einer Salsa-Big Band in Wien gehört und neu verarbeitet. Dass hier echte Profis am Werke waren, wurde unüberhörbar: Beim eingängigen Ostinato der Rhythmusgruppe kamen die Betonungen immer entgegen der Hörerwartung, und die Harmonien schillerten in allen Farbschattierungen. Beim "Hometown-Blues", Erchingers Heimatort St. Georgen gewidmet, wurde ebenfalls ein bereits bestehendes Thema wiederverwertet. Annette Maye griff hier zur Bassklarinette, und Erchinger spielte, wie oft an diesem Abend, zugleich Klavier und Keyboard, um den Klang der beiden Tasteninstrumente zu mischen. Titel, die im Jazz nicht unbedingt gängig sind, stellten sie mit "Köln versinkt" oder mit "Ihre Launen" vor. Dieses Stück von Annette Maye erinnerte ein wenig an Schauspielmusik mit einem Drehorgel-ähnlichen Ostinato und musikalischen Elementen des Chansons. Orientalische Harmonien setzten interessante Akzente. Zum Schluss hin steigerte sich der Klang zu wilder, anarchistischer Energie und aufregenden Dissonanzen. Die meisten Stücke lebten jedoch von einem angenehmen Gleichgewicht aus Spannung und lässigem Groove, der beim Publikum sehr gut ankam. | ||


Leonberg














Warmbronn