Startseite Veranstaltungen im Rückblick "Internationaler Tag des offenen Denkmals" 2016

"Internationaler Tag des offenen Denkmals" 2016

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Sonntag - 11. September




"Die Wasseranlage der Lahrensmühle"



Bilder der Wasseranlage der Lahrensmühle aus der Verangenheit und das neue Mühlrad in Aktion

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…und es bewegt sich doch: Mehr als 40 Jahre war die Mühlradwelle zugeschüttet und mit Erde bedeckt. Das geschah anlässlich der Glemsbegradigung Ende der 1960er-Jahre und der damit verbundenen Einebnung des Mühlkanals der Lahrensmühle.

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Um so erstaunlicher ist es heute, dass sich das neue, aus Spenden finanzierte, vom Zimmergeschäft Ziegler erbaute und vom Schwäbischen Heimatbund geförderte Mühlrad genau auf dieser alten Welle dreht.

Natürlich gab es wieder Hintergründe und Informationen zu dieser Wiederauferstehung und mit etwas Glück erwischte man sogar eine individuelle Führung mit dem Erbauer des Rads, Herrn Ziegler.

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"Bewirtung rund um die Streuobstwiese"

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Die "Fachwarte für Obst und Garten" bewirten die Besucher

Streuobstwiesen sind grünlandwirtschaftlich genutzte Flächen mit verstreut stehenden, hochstämmigen Obstbäumen meist unterschiedlichen Alters und verschiedener Arten und Sorten. Entstanden sind sie aus einer traditionell bäuerlichen Nutzung: das Obst wurde gekeltert oder gebrannt und als Saft, Most oder Schnaps getrunken. Die Früchte fanden im Haushalt Verwendung, entweder zum Sofortessen, als Kuchen, als Dörrobst, eingeweckt und als Marmeladen zubereitet.

Streuobstwiesen bedürfen der regelmäßigen Pflege. Bereits vor etwa 80 Jahren wurden die ersten Rodungen aus Rationalisierungsgründen durchgeführt. Während und nach dem 2. Weltkrieg kam der Streuobstanbau noch einmal zu Ehren in Zeiten der Nahrungsmittelbewirtschaftung. Der wirtschaftliche Aufschwung in den 1950er-Jahren führte dann vielfach zum Aus des Selbstversorgeranbaus. Der Handel verlangte makellose, möglichst nach Handelsklassen wachsende Früchte. Diesen Ansprüchen konnte der ohne Chemie betriebene Streuobstanbau nicht genügen. Rodungsprämien für Streuobstbestände, Flurbereinigungen und die Umnutzung als Bauplätze oder Gewerbegebiete bedeuteten für viele Streuobstwiesen das Ende.

Über 900 Apfel-, Zwetschgen- ‚ Birnen- und Kirschsorten wurden über die jahrhundertelange Obstbaumkultur gezüchtet. Viele Gartenbesitzer verwenden der Einfachheit halber kurzlebigere neuere oder modernere Sorten. So sind nach und nach viele alten Obstsorten aus dem Angebot verschwunden. Die "Fachwarte für Obst und Garten" kümmern sich auch um die historischen Obstsorten. Längst vergessene Namen konnten die Besucher wieder kennenlernen.

Die "Fachwarte für Obst und Garten" hatten eine Vielfalt an Geschmackserlebnissen vorbereitet und informierten zusätzlich über die ökologische Bedeutung der Landschaftspflege.

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"Backen mit dem Holzbackofen"

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Erika Quast befeuerte den historischen Holzbackofen und bereitete Köstlichkeiten aus Dinkelmehl.

Ein Holzofen kommt ohne technische Hilfsmittel aus. Der aus Schamottsteinen gemauerte Ofen wird durch das Feuer direkt im Backraum aufgeheizt. Die hitzebeständigen Steine speichern die Hitze und geben sie langsam an das Backgut ab. Sobald das Feuer abgebrannt ist, wird der Ofen sauber geputzt. Und woher weiss man, ob die richtige Einschubtemperatur erreicht ist? Ganz einfach mit einer Handvoll Mehl, die in den Ofen geworfen wird. Anhand der Zeit, wie schnell das Mehl gebräunt wird, erkennt der geübte Holzofenbäcker die Temperatur. Durch die hohe Anfangstemperatur im Ofen entsteht das unverwechselbare Aroma.   

Auf die Besucher wartete Herzhaftes und Süsses zum Vernaschen.

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"Jazz und Lyrik in der Lahrensmühle"



Spoken Word Impro Orchestra
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Die Formation um die Sängerin Lisa Tuyala erschafft Klangwelten, in denen Sprache und Musik in ständiger Wechselbeziehung stehen, ähnlich wie ein Tanzpaar, bei dem mal der eine, mal der andere die Führung übernimmt. Gesanglich sind Abbey Lincoln und Ursula Rucker als Einfluss immanent. Das Gesprochene schöpft sich aus eigenen Texten der Sängerin und Gedichten der südafrikanischen Künstlerin Lebogang Mashile, welche Themen wie Spiritualität, Gender und soziopolitische Verhältnisse in Afrika in ihre Gedichte einfließen lässt. Die Musik greift diese sozial-kritische Dimension auf und setzt sie, ähnlich wie die Free-Jazz-Bewegung der 60er und 70er Jahre, in Bezug zur aktuellen sozialen Realität. Letztendlich kommen sich die beiden „Tänzer" – Sprache und Musik – über eine Klangästhetik näher, die durch repetitive Pattern und energetische Improvisation geprägt ist. “Die Melodie, das Wort, der Rhythmus, die Harmonie – alles erzählt eine Geschichte.“

Lisa Tuyala – Stimme, Nico Hutter – Saxophon, Jonathan Sell – Kontrabass, Daniel Kartmann – Schlagzeug

Veranstalter Warmbronn e.V.